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Mit dem Schweizer Marc Rochat gewinnt ein erfolgreicher Weltcupfahrer den Slalom am Jenner

Bekannte Gesichter beim Europa-Cup-Rennen

Einige bekannte Gesichter waren am Wochenende bei einem Europa-Cup-Slalom auf dem Krautkaser-Weltcuphang am Jenner zu sehen. Unter den 79 Startern waren gleich mehrere erfolgreiche Weltcupstarter früherer Jahre sowie aktuelle Topleute.

Weltmeister und Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier freute sich über das Wiedersehen mit dem Österreicher Günther Mader, einem der weltbesten Rennläufer der 80er und 90er Jahre. (Fotos: Wechslinger)

So der Schweizer Slalomsieger Marc Rochat, der noch in der letzten Woche Sechster des Weltcup-Slaloms von Kranjska Gora war. Auch der zehnt-platzierte Marc Digruber aus Österreich blickt schon auf ein paar Topergebnisse im Weltcup zurück. Zudem waren mehrere Läufer dabei, die erst jüngst bei den Olympischen Spielen im Einsatz gewesen sind. Der durchführende Skiklub Berchtesgaden um Vorstand Wilfried Däuber zeigte wieder seine Routine, große Rennen zu veranstalten.

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Der Olympiasieger von 2010 im Slalom von Vancouver, Giuliano Razzoli, aus Italien versucht wieder Anschluss an die Weltspitze zu bekommen. Razzoli hat sich vor zwei Jahren in Kitzbühel am Ganslernhang das Knie gebrochen und versucht seit Ende 2016 wieder an die Weltspitze zurückzufinden. Immerhin reichte es für den 33-Jährigen am Krautkaser zu Platz elf. Nicht ganz so gut erging es dem Russen Alexander Khoroshilov. Der große Konkurrent der letzten Jahre von Hirscher, Kristoffersen und Neureuther musste sich nach einer verkorksten Saison auch am Jenner mit Platz 17 zufrieden geben.

Bester Deutscher an der siebten Stelle war der Oberstdorfer Sebastian Holzmann, der sich in dieser Saison schon dreimal in den Weltcuppunkterängen platziert hat – zuletzt als Elfter von Kranjska Gora. »Die Strecke war nicht nur durch die Schwierigkeit des Hanges problematisch, sondern auch durch das teilweise Brechen der Piste. An meinem Fehler im ersten Lauf hatte die Strecke jedoch keine Schuld«, erklärte Holzmann.

Auf dem schwierige Krautkaserhang gab es wieder viele Ausfälle, vor allem bei den jüngeren noch unerfahrenen Läufern. Von 79 Startern kamen nur 36 ins Ziel. Die besten Bedingungen hatten die Läufer mit vorderen Startnummern, denn durch die warmen Temperaturen brach die Piste und wurde zunehmend schwieriger. Dabei leistete das Pistenkommando unter Streckenchef Peter Hasenknopf beste Arbeit, war jedoch gegen das Nachlassen der Strecke machtlos. Sachkundig und temperamentvoll kommentiert wurden die Europa-Cup-Rennen am Wochenende von Streckensprecher Sebastian Rasp.

Giuliano Razzoli aus Italien war 2010 Slalom-Olympiasieger in Vancouver/Kanada. Nach einer schweren Knieverletzung vor zwei Jahren versucht Razzoli wieder an die Weltspitze zurück zu kommen.

Im Zielraum fand sich zahlreiche Vertreter der Sportprominenz ein. So beobachtete der zweifache Olympiasieger von Lillehammer 1994, Markus Wasmeier, seinen Sohn Lukas, der jedoch mit der hohen Startnummer 63 ausgefallen ist. Wasmeier traf auch seinen langjährigen Konkurrenten, den 14-fachen Weltcupsieger und Gewinner von neun Medaillen bei Großereignissen, Günther Mader aus Österreich. Mader ist heute Rennsportchef der Skifirma Salomon in Österreich. Interessierter Beobachter des Renngeschehens war auch der Vater der ehemaligen Weltklassealpinen Janica und Ivica Kostelic aus Kroatien. Mit dem Franzosen Christophe Saioni war ein Trainer am Jenner, der 1995 am Götschen vor dem späteren zweifachen Gesamtweltcupsieger Stephan Eberharter ein Europa-Cup-Rennen gewonnen hat und sich noch heute diebisch darüber freut. Natürlich waren im Tross der Trainer und Betreuer noch viele weitere große Namen vergangener Zeiten.

Ergebnis Europa-Cup-Slalom Jenner/Krautkaser: 1. Marc Rochat (Schweiz) 1:41,89; 2. Matej Vidovic (Kroatien) 1:42,09; 3. Tomaso Sala 1:43,13; 4. Federico Liberatore (beide Italien) 1:43,52; 5. Johannes Strolz 1:43,60; 6. Dominik Raschner (beide Österreich) 1:43,64; 7. Sebastian Holzmann (SC Oberstdorf) 1:43,95; 8. Istok Rodes (Kroatien) 1:44,10; 9. Fabio Gstrein 1:44,27; 10. Marc Digruber (beide Österreich) 1:44,60; 11. Giuliano Razzoli (Italien) 1:44,72; 12. und Sieger des Riesenslaloms Timon Haugan (Norwegen) 1:44,97; 17. Alexander Khoroshilov (Russland) 1:45,54. cw