Bei Nebel und Schneegestöber verirrt: Bergwacht fliegt Münchner vom Watzmann-Hocheck aus

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Ramsau: Münchner Bergsteiger vom Watzmann-Hocheck ausgeflogen – Großeinsatz der Bergwacht
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Foto: Leitner, BRK BGL

Ramsau – Ein verstiegenes und verletztes Bergsteiger-Duo aus München, das bei Nebel und Schneegestöber den Steig verloren hatte und in Absturzgelände geraten war, haben die Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau am Montagabend in einem Großeinsatz vom verschneiten Watzmann-Hocheck ausgeflogen.


Die beiden um die 30 Jahre alten Männer waren zunächst über den Normalweg zum Hocheck aufgestiegen und dann auf dem Rückweg zum Watzmannhaus wegen des Neuschnees, der schlechten Sicht im Nebel und Schneegestöber immer weiter nach Westen gegangen, bis sie schließlich weit abseits des Steigs in rund 2000 Metern Höhe im absturzgefährlichen Gelände an einer Felswand oberhalb der Watzmanngrube festsaßen.

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Gegen 17 Uhr setzten die Münchner einen Notruf ab. Das Hocheck war weitgehend wolkenfrei und damit für den Hubschrauber problemlos erreichbar. Der Einsatzleiter nutzte die Chance und forderte den Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« an. Die Einsatzkräfte fanden die Verstiegenen und brachten dann zwei Bergwachtmänner vom Zwischenlandeplatz am Watzmannhaus zur Einsatzstelle. Die Retter sicherten die beiden Bergsteiger.

Mit dem Heli wurden dann in zwei Tau-Aufzügen jeweils ein Verstiegener und ein Retter zum Watzmannhaus geflogen, wo die frierenden Urlauber trockene Kleidung bekamen und sich aufwärmen konnten. Die Männer hatten sich bei vorangengangen Stürzen beide leicht an den Händen verletzt, wollten aber die Nacht am Watzmannhaus verbringen. Fünf Ramsauer Bergretter waren bis 19 Uhr gefordert.

red/BRK BGL