Bau des Feuerwehr- und Bauhofgebäudes: Bis zum Winter soll der Rohbau stehen

Bildtext einblenden
Freuen sich, dass es nun endlich losgeht: Wasti Votz (l.) vom Ramsauer Bauhof sowie Max Niedermayer von der Freiwilligen Feuerwehr.

Ramsau – Die Freude ist groß: Am gestrigen Dienstag erfolgte der lang erwartete Spatenstich für den Bau des neuen Feuerwehr- und Bauhofgebäudes an der Deutschen Alpenstraße in Ramsau.


Drei Jahre lang tüftelten Verwaltung, Gemeinderat, Bürgermeister, die Verantwortlichen von Feuerwehr und Bauhof sowie die Planer an einer Lösung, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Nun wird die Firma Mayer Hoch- und Tiefbau aus Ruhpolding am 28. Juni damit beginnen, die Grundleitungen zu verlegen. »Wir freuen uns, bei einem weiteren Feuerwehrhaus dabei zu sein«, sagte Michael Mayer senior am Dienstagvormittag. Die Firma hat auch schon beim Bau des Feuerwehrhauses in Königssee mitgewirkt.

Vorarbeiten

Anfang 2020 hatten bereits die Hangverbauarbeiten begonnen, mittels Spritzbetonsicherung und Vernaglung schuf man eine Dauersicherung. Mitte 2020 erfolgten die Baugrundvorarbeiten, die Arbeiter fügten drei Lagen Kies mit zwei Geotextillagen ein. »Wir hätten mit dem Bau des Gebäudes auch gerne schon im letzten Jahr begonnen, doch wir mussten abwarten, welche wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der Pandemie auf uns zukommen«, sagte Bürgermeister Herbert Gschoßmann.

In das Gebäude, das in einer Winkelform errichtet wird, sollen nach Fertigstellung Ende 2022 der Bauhof und die Feuerwehr einziehen. Das Feuerwehrhaus erhält drei Garagen und eine Waschhalle, die auch von den Bauhofmitarbeitern genutzt werden kann. Im Obergeschoss werden unter anderem ein Schulungsraum und ein Aufenthaltsraum entstehen. Hinzu kommen Umkleideräume, Lager, ein Raum für den Kommandanten und ein Raum für die Jugendfeuerwehr. »Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht«, sagte der erste Kommandant Max Niedermayer. »Wichtig ist die dritte Garage.« Die Freiwillige Feuerwehr Ramsau hat im letzten Jahr ein weiteres Fahrzeug erhalten, das derzeit noch in einer separaten Garage beziehungsweise draußen geparkt werden muss. Niedermayer freut sich aber auch über die ebenerdigen Lagerräume, die eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeuten würden.

Mehr Platz

Auch im Bauhofteil werden künftig drei Fahrzeuge parken können. Das Gebäude erhält unter anderem drei Werkstatträume, Lagerräume, einen Besprechungsraum, Büroräume und einen Aufenthaltsraum. Wasti Votz, mitverantwortlich für den Bauhof, sieht durch die Baumaßnahme eine deutliche Verbesserung. »Aktuell ist alles sehr beengt. Wir haben elf Lager in der Ramsau, die dann endlich zusammenfallen.« Auch die direkte Nachbarschaft mit der Feuerwehr sieht er weiterhin als Vorteil, denn so könne man sich auch mal mit Geräten aushelfen. »Man darf auch nicht vergessen, dass rund 75 Prozent der Bauhofmitarbeiter bei der Feuerwehr sind, längere Anfahrtswege können so unter Umständen wegfallen.« In den Bauhofteil soll zudem das Wasserwerk integriert werden. »Es wird ein Büro eingerichtet, zudem erhalten wir einen Lagerraum«, erläuterte Richard Aschauer.

Gutes Miteinander

Bürgermeister Herbert Gschoßmann lobte vor allem die gute Zusammenarbeit. Denn die Verantwortlichen von Feuerwehr und Bauhof hätten bei allen Schritten kooperiert, Probleme angesprochen und diese zusammen gelöst. »Nun können wir nur hoffen, dass alles planmäßig umgesetzt werden kann und die Kosten im Rahmen bleiben.«

Der zuständige Architekt Hans Romstätter aus Traunstein gab bekannt, dass bereits 60 Prozent der Firmen beauftragt seien. »Wir können aktuell aber nicht sagen, wie sich die Materialknappheit auswirken wird.« Fakt sei, dass viele Firmen nur mit Tagespreisen arbeiten würden. »Wir haben aber noch einen finanziellen Puffer.«

Michael Mayer senior berichtete, dass ihn seine Lieferanten in den letzten Monaten nicht im Stich gelassen hätten und er deshalb auch für diese Baustelle keine Probleme erwartet. »70 Prozent unserer Mitarbeiter sind bereits geimpft, es sollte also auch keinen Corona-Stillstand geben.«

In den nächsten Monaten haben die Bauarbeiter alle Hände voll zu tun, denn der Rohbau soll bis zum Winter fertiggestellt werden.

Lena Klein