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Barthel als letzte deutsche Tennisspielerin ausgeschieden

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Mona Barthel
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Hatte gegen die Tschechien Muchova keine Chance: Mona Barthel in Aktion. Foto: Andy Brownbill/AP/dpa Foto: dpa

Neun deutsche Tennisprofis waren in Melbourne gestartet, im Einzel ist jetzt nur noch Alexander Zverev dabei. Bei den Damen schied als letzte Deutsche Mona Barthel aus. Zudem erwischte es die Gewinnerin des letzten Jahres.


Melbourne (dpa) - Die Australian Open gehen bei den Damen ohne deutsche Tennisprofis weiter. Als letzte Deutsche schied Mona Barthel aus. Die 30-Jährige aus Neumünster verlor in Melbourne ihre Zweitrunden-Partie gegen die an Nummer 25 gesetzte Tschechin Karolina Muchova mit 4:6, 1:6.

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Zuvor waren beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison Angelique Kerber, Laura Siegemund und Andrea Petkovic bereits in der ersten Runde gescheitert. Bei den Herren ist nur noch Alexander Zverev dabei. Der 23-Jährige trifft in der dritten Runde auf den Franzosen Adrian Mannarino.

Die nach vielen Verletzungen bis auf Platz 127 der Weltrangliste zurückgefallene Barthel war gegen Muchova weitgehend ohne Chance. Nach 1:13 Stunden verwandelte die Tschechin ihren zweiten Matchball.

Deutsche Erfolge gab es immerhin im Doppel. Laura Siegemund gewann an der Seite der Russin Vera Swonarewa ihre Erstrunden-Partie gegen die beiden Australierinnen Kimberly Birrell und Jaimee Fourlis klar mit 6:2, 6:1. Im vergangenen Jahr hatte das deutsche-russische Duo überraschend die US Open in New York gewonnen. Bei den Herren zogen Kevin Krawietz und Yannick Hanfmann in die zweite Runde ein. Das deutsche Duo besiegte Divij Sharan aus Indien und den Slowaken Igor Zelenay 6:1, 6:4. Hanfmann hatte kurzfristig den verletzten Andreas Mies ersetzt, der zusammen mit Krawietz 2019 und 2020 die French Open gewonnen hatte.

Im Einzel gehen die Australian Open bei den Damen dagegen ohne deutsche Beteiligung weiter. Dennoch wollte Barthel für die Zukunft nicht schwarzsehen. »Wir haben trotzdem viele gute Spielerinnen. Beim nächsten Turnier kann es schon wieder ganz anders aussehen«, sagte die Norddeutsche. Es sei wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie für alle keine leichte Zeit. »Auch die Trainingsbedingungen waren nicht einfach. Ich habe in Schleswig-Holstein zum Beispiel vier, fünf Wochen auf eine Ausnahmegenehmigung gewartet«, berichtete die 30-Jährige.

Gegen Muchova hielt Barthel im ersten Satz noch gut dagegen. Auch von einem Aufschlagverlust zum 2:3 ließ sich zunächst nicht aus der Ruhe bringen und schaffte prompt das Re-Break. Doch weil sie danach erneut ihren Aufschlag abgab, holte sich die favorisierte Tschechin nach 42 Minuten mit dem fünften Satzball den ersten Durchgang. »Es ist schade, dass ich im ersten Satz in den wichtigen Momenten nicht mein bestes Tennis gespielt habe«, sagte Barthel.

Im zweiten Satz war die frühere Fed-Cup-Spielerin dann ohne Chance. Barthel gab drei Mal ihren Aufschlag ab und hatte dem druckvollen Spiel der Tschechin jetzt nicht mehr viel entgegenzusetzen. »Es war trotzdem ein großartiges Turnier für mich nach der langen Zeit. Ich denke, ich kann viel aus diesem Turnier mitnehmen«, sagte Barthel.

Das sieht bei Sofia Kenin ganz anders aus. Die Titelverteidigerin aus den USA verlor gegen die sich in Topform befindende Kaia Kanepi aus Estland mit 3:6, 2:6. Die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty zog dagegen in die dritte Runde ein. Die Australierin bezwang ihre Landsfrau Daria Gavrilova mit 6:1, 7:6 (9:7), musste dabei im zweiten Durchgang aber sogar zwei Satzbälle abwehren.

Rafael Nadal strebt in diesem Jahr eine Bestmarke auf dem australischen Hartplatz an. Mit einem 6:1, 6:4, 6:2 gegen den Qualifikanten Michael Mmoh aus den USA zog der Weltranglisten-Zweite in die dritte Runde ein. Der 34 Jahre alte Spanier ließ sich auch von einem weiblichen Fan nicht stören. Die offenbar nicht mehr ganz nüchterne Dame rief erst dazwischen, zeigte dann den Mittelfinger - und wurde schließlich aus der Rod-Laver-Arena gebracht.

© dpa-infocom, dpa:210211-99-389934/6

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