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Bahr ruft Ärzte und Kassen zu weiteren Verhandlungen auf

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Daniel Bahr
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Bundesgesundheitsminister Bahr sieht im Streit um die Honorare der niedergelassenen Ärzte auch die Krankenkassen in der Pflicht. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa

Berlin (dpa) - Nach dem Abbruch der Honorarverhandlungen für die Ärzte hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Mediziner und Krankenkassen zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert.


»Ich habe kein Verständnis für den bisherigen Verlauf der Honorarverhandlungen und die erneute Zuspitzung«, sagte Bahr am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. Zuvor hatten die Spitzenvertreter der Ärzte die Verhandlungen mit den Kassen abgebrochen.

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»Ich fordere die Beteiligten auf, sich an einen Tisch zu setzen und in der Sache zu streiten«, sagte Bahr. »Beide Parteien der Selbstverwaltung - Krankenkassen und Ärzte - verwahren sich stets gegen jede Einmischung der Politik, wenn es um ihre ureigenen Aufgaben geht.« Nun erwarte er, dass beide Verhandlungspartner ihrer Aufgabe gerecht werden.

Sie sollten zu einem Ergebnis kommen, das den Interessen beider Seiten Rechnung trägt, so Bahr. »Ich bleibe dabei, dass Kassen und Ärzteschaft ihren gesetzlichen Auftrag erfüllen müssen und ihre Auseinandersetzung nicht zu Lasten der Patientinnen und Patienten austragen dürfen.« Sein Ministerium habe in dem Verfahren die Rechtsaufsicht und werde nicht in der Sache entscheiden.

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