»Bahn frei« am Fergerlberg

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Nach letzten Aufräumarbeiten am Freitagvormittag wird der Fergerlberg ab Mittag wieder freigegeben.
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Ausreichend Platz im Begegnungsverkehr gibt es jetzt auf der frisch sanierten Kreisstraße BGL 1 am Fergerlberg. (Fotos: Ulli Kastner)

Schönau am Königssee – Der Fergerlberg ist ab dem heutigen Freitagmittag wieder befahrbar, der Fußweg wird dann heute Abend wieder freigegeben. Damit wird das am 1. September letzten Jahres begonnene Straßenbauprojekt bis auf wenige kleine Restarbeiten abgeschlossen sein. Am heutigen Vormittag wird die Straße bis zur Freigabe noch gereinigt. 


Rund 3,5 Millionen Euro investierten der Freistaat Bayern, der Landkreis Berchtesgadener Land und die Gemeinde Schönau am Königssee in das desolate, rund 300 Meter lange Teilstück der Kreisstraße BGL 1. Immer wieder kam es auf der nur fünf Meter breiten Straße im Begegnungsverkehr von Lkws und Bussen zu Problemen, die sich nach dem Bau des Heizkraftwerks noch einmal verstärkt haben. Dazu kamen auf der ganzen Länge Verwerfungen auf der Fahrbahn mit der Folge von zahlreichen Rissen im Asphalt.

Im Rahmen des sogenannten bestandsorientierten Ausbaues wurde im Auftrag des Staatlichen Bauamts Traunstein die gesamte, aus dem Jahr 1960 stammende Stützwerkskonstruktion erneuert. Die Straße wurde gleichzeitig von bislang fünf Meter auf künftig 6,50 Meter verbreitert, auch einen großzügigen Gehweg hat man wieder angelegt. Gleichzeitig brachte man die passiven Schutzeinrichtungen auf einen neuen Stand. Die aktuellen Betonpoller mit darauf liegenden Kanthölzern wurden durch ein modernes System aus Metall ersetzt.

Insgesamt investierte man in den vergangenen vierzehneinhalb Monaten 3,5 Millionen Euro in das Projekt, 75 Prozent der Kosten trägt der Landkreis Berchtesgadener Land, 25 Prozent die Gemeinde Schönau am Königssee. Allerdings gibt der Freistaat Bayern dazu eine kräftige Finanzspritze in Höhe von 2,16 Millionen Euro. Rund 1,76 Millionen Euro davon gibt das Land nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und etwa 400 000 Euro nach dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz.

Aufwendig war vor allem die Herstellung der gesamten Unterkonstruktion. Nach dem Abriss der bestehenden Konstruktion grub man die Straße etwa zur Hälfte ab. Anschließend kamen knapp fünf Meter lange Betonanker in den Hang, der mit einer Spritzbetonwand gesichert wurde. Erst dann konnte der Bau der einen Meter starken und bis zu 5,70 Meter hohen Stützmauer beginnen. Die hält zum einen die Straße und bildet zum anderen die Grundlage für die Fixierung des zwei Meter auskragenden Gehwegs.

Während die Straße am Wochenende bereits befahrbar sein wird, ist die offizielle Eröffnung für Montagvormittag geplant.

UK