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Ausgezeichnete Karateschule

Die 1. Chiemgauer Kampfsport- und Karateschule Traunreut (CKKS) hat jetzt das Prädikat »Erlebte Integrative Sportschule (EISs)« erhalten. Dort unterrichtet Richard Schalch Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap gemeinsam. Damit gehört die Traunreuter Einrichtung deutschlandweit zu den ersten, die im Bereich Karate eine EISs-Gruppe gründeten.

Die erste von inzwischen 24 »Erlebten Integrativen Sportschulen« wurde 2009 vom Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS) ins Leben gerufen. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. In den Sportschulen werden ihre sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie gleichzeitig ihre soziale Kompetenz durch integrative Gruppenbildung geschult. Auf diese Weise wird soziale Ausgrenzung verhindert.

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Peter Dittmann, Vorsitzender der bayerischen Behindertensportjugend im BVS, überreichte dem Leiter der Traunreuter Karateschule, Richard Schalch, jetzt das Prädikat und hob dabei hervor, dass dies die erste Einrichtung im Bereich Karate ist, die damit ausgezeichnet wird. Die Karateschule darf die Bezeichnung »Erlebte Integrative Sportschule« vorerst für zwei Jahre verwenden.

Zum Prädikat gratulierte auch der Präsident des bayerischen Karatebundes, Wolfgang Weigert, der betonte: »Jeder kann Karate.« Deshalb werde auch das integrative Training von Menschen mit und ohne Behinderung gefördert und unterstützt. Der Ausbilder und Physiotherapeut Ansgar Winkelmann erläuterte, was Karate eigentlich heißt. »Kara« steht für offen beziehungsweise leer und »te« ist die Hand. Karate ist also der Sport der offenen Hand, die auch Symbol dafür sein kann, einen Weg gemeinsam zu gehen oder dem anderen die Hand zu reichen und ihm zu helfen.

Bürgermeister Franz Parzinger sprach der Karateschule seine Hochachtung aus und betonte, dass gerade Menschen mit Handicap oft verborgene Talente hätten, die man nur entdecken müsse. »In Traunreut gehören Menschen mit Behinderung schon immer dazu, bei uns gibt es keine Berührungsängste und mit diesem Prädikat wurde ein weiterer Baustein zur Integration gesetzt«, so das Stadtoberhaupt.

Richard Schalch verwies darauf, dass Karate nicht nur Leistungs-, sondern auch Gesundheitssport ist. Er moderierte die Vorführungen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicap, die gemeinsam auftraten. Auch die frisch gebackenen Deutschen Meister, Pascal Schalch und Wladimir Terengin von der 1. CKKS, die sich für die EM 2013 qualifizierten, zeigten, was Karate ist. mix