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Aus der Not eine Tugend machen

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Auch der Campus St. Michael auf der Wartberghöhe in Traunstein zählt in diesem Jahr zu den Ausstellungsorten des Kunstverein Traunstein. Im Bild ist Helmut Mühlbachers Bodeninstallation »Aufbruch« zu sehen.

Die offene Jahresausstellung des Kunstverein Traunstein findet auch in diesem Jahr in verschiedenen Häusern und an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum statt.


Ursprünglich dem Umstand geschuldet, dass Städtische Galerie und Klosterkirche als Ausstellungsräumlichkeiten nicht verfügbar sind, hat der Kunstverein aus der Not eine Tugend gemacht und passende Räumlichkeiten und Orte gesucht und gefunden: Am Campus St. Michael auf der Wartberghöhe sind bereits jetzt Skulpturen und eine interessante Bodeninstallation zu begutachten, während die anderen Ausstellungsorte nach und nach bestückt werden.

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Der Arkadengang des Stadtparks ist in diesem Jahr ausschließlich Fotografien vorbehalten. Neben der Alten Wache im Traunsteiner Rathaus wird im Landratsamt auf zwei Etagen ausgestellt und auch die kath. Kirche Hl. Kreuz und die evangelische Auferstehungskirche zeigen sich offen für die Kunst.

Der Kunstverein Traunstein hat sich viel vorgenommen, denn neben den sechs Ausstellungsorten, die komplett bestückt ab 5. Juli zu sehen sind, gibt es im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage eine ganze Fülle an interessanten Einzelveranstaltungen, darunter Führungen, Gesprächsrunden in der KUNSTSPRECHSTUNDE, ein Konzert mit Neuer Musik, eine Live-Zeichenperformance, ein Kunstprojekt, das die Bevölkerung mit einbezieht und ein literarisch-bildnerisches Gemeinschaftsprojekt mit den Chiemgauautoren.

Das verbindende Thema für Ausstellungen und Veranstaltungen lautet: KOLLAPS. »Kollaps« bezeichnet weit mehr als einen körperlichen Zusammenbruch im medizinischen Kontext. Mittlerweile spricht man auch von einem Kollaps, wenn von einem politischen, wirtschaftlichen oder finanziellen Absturz eines Systems die Rede ist oder die persönliche Dramatik eines gescheiterten Lebensentwurfes zum Ausdruck gebracht werden soll. Die apokalyptische Vision birgt jedoch meist auch die Möglichkeit und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Die Künstlerinnen und Künstler des Kunstvereins Traunstein widmen sich in ihren Skulpturen, Bildern, Fotografien, Objekten und Installationen diesem anspruchsvollen und hochaktuellen Thema und laden zu einer Auseinandersetzung ein – in verschiedene Ausstellungsräumlichkeiten und im öffentlichen Raum.

Auskunft über Veranstaltungs- und Ausstellungsorte sowie alle Termine gibt ein informativer Flyer, der in der Tourist-Info, in der Stadtbücherei und im Landratsamt ausliegt. Nachzulesen auch auf der Website des Kunstvereins und der Städtischen Galerie Traunstein.

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