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Auffahrunfall auf A93 zwischen zwei Sattelzügen – Sachschaden von mehr als 37.000 Euro

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Polizei Blaulicht bei Unfallaufnahme
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Blaulicht und der LED-Schriftzug «Unfall» auf dem Dach eines Polizeistreifenwagens. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Kiefersfelden – Ein folgenschwerer Auffahrunfall zwischen zwei Sattelzügen ereignete sich auf der A93 in Fahrtrichtung Innsbruck bei den Anschlussstellen Oberaudorf und Kiefersfelden gegen 11.50 Uhr. Zur Unfallzeit herrschte LKW-Rückstau auf dem rechten Fahrstreifen, bedingt durch die österreichischen Gesundheitskontrollen.


Ein 59 Jahre alter Slowake erkannte das Stauende rechtzeitig und bremste seinen Sattelzug verkehrsbedingt bis zum Stillstand ab. Hinter dem Slowaken fuhr ein 57-jähriger deutscher LKW-Fahrer, welcher die Situation aufgrund Unachtsamkeit zu spät erkannte und auf den vor ihm fahrenden Sattelzug auffuhr. Durch den Aufprall wurde das Führerhaus des deutschen Fahrers nahezu komplett zerstört und der Fahrer temporär darin eingeklemmt.

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Durch Einsatzkräfte der Feuerwehr konnte der Fahrer letztlich befreit werden. Der Sachschaden der Zugmaschine beläuft sich auf rund 25.000 Euro. Der Sattelzug wurde durch ein örtliches Abschleppunternehmen von der Unfallstelle abgeschleppt.

Der Auflieger des Slowaken wurde ebenfalls beschädigt, war jedoch noch fahrbereit. Aufgrund der verrutschten Ladung musste dieser jedoch erst ein nahegelegenes Transportunternehmen aufsuchen, damit der verkehrssichere Zustand wiederhergestellt werden konnte. Der Schaden an dem Auflieger beläuft sich auf rund 12.000 Euro.

Beide Fahrer wurden durch die Kollision glücklicherweise nur leicht verletzt.

Neben den Beamten der VPI Rosenheim waren ebenfalls noch Beamte der PI Brannenburg, Kräfte der Feuerwehren Kiefersfelden, Mühlbach, Oberaudorf, Degerndorf, Flintsbach und Fischbach sowie Autobahnmeister der Autobahn GmbH des Bundes vor Ort.

Für die Dauer der Unfallaufnahme kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im gesamten Streckenverlauf der A93 in Fahrtrichtung Innsbruck, welche durch diverse Pannenfahrzeuge noch verstärkt wurden. Die maximale Staulänge betrug gegen 14.30 Uhr insgesamt 22 Kilometer. 

Negatives Fazit hinsichtlich Rettungsgasse und Standstreifen 

Die eingesetzten Beamten mussten feststellen, dass eine Großzahl der Verkehrsteilnehmer, insbesondere LKW-Fahrer, die vorgeschriebene Rettungsgasse nicht gebildet haben. Es war den Einsatzkräften teilweise nicht möglich zur Unfallstelle zu gelangen.

Außerdem wure die Rettungsgasse von einigen Verkehrsteilnehmern dazu genutzt, schneller voran zu kommen. Hierbei konnten mehrere Fahrzeuglenker angehalten und entsprechend angezeigt werden. Ferner wurde registriert, dass sogar der Seitenstreifen genutzt wurde, um entgegen der Fahrtrichtung zur nächstgelegenen Anschlussstelle/Behelfsausfahrt zu gelangen.

fb/red


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