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»Homeless Kings« feiern eine rasante Album-Release-Party mit erlesenen Gästen

Auf dem Weg zum eigenen Königreich

Sie nennen sich »Homeless Kings« (Heimatlose Könige) und sind auf der Suche nach einem neuen Reich – oder vielmehr baut das bayrisch-salzburgische Quartett schon kräftig an Selbigem, und das mit wachsendem Erfolg. Das kommende Reich der »Könige« ist nun wieder einen Baustein größer: Gerade mal ein Dreivierteljahr nach der Gründung präsentierten sie nun im Salzburger Rockhouse ihre erste CD »Broken Queen«.

Ihre erste CD feierten die »Homeless Kings« im Salzburger Rockhouse mit ihren Fans und musikalischer Unterstützung. (Foto: Ortner)

Die sollte gebührend gefeiert werden: mit Fans, Freunden und Familienmitgliedern, aber auch mit befreundeten Bands. »Two On Glue« aus dem Pongau punkteten mit englischen Liedern und Mundarttexten. Wolfgang Posch und Thomas Mulitzer samt Gastschlagwerker begeisterten das Publikum mit einem Mix aus Pop-Punkrock, Austro- und Indie-Pop. Das Trio »High Transition«, ebenfalls aus dem Pongau, spielte Alternative- und Stoner Rock, besonders die etwas spezielle Stimme von Gerfried Stadler ist immer wieder faszinierend. Interessant auch die Lichtshow mit Schwarzlicht und Sternenhimmel.

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Damit war das Publikum bestens vorbereitet für den Hauptgang: In rund 90 Minuten servierten die »Homeless Kings« ihr komplettes Debütalbum »Broken Queen«. Die Band war noch nicht mal auf der Bühne, als die Fans schon ungeduldig nach vorne drängten, die dank der zahlreichen Live-Auftritte bereits eine stattliche Gemeinde bilden und sich zudem als ganz schön textsicher erwiesen.

Dominik Dell aus Siegsdorf und Andi Loipfinger aus Waging sind die starken Männer an Rhythmus- und Leadgitarre. Die Rhythmusfraktion ist bei Bassist Josch Gappmaier aus St. Martin am Tennengebirge und Drummer Erich Winkler aus Abtenau fest in österreichischen Händen. Die »Könige« präsentierten ein fetziges Cross-over aus Punkrock, Rock 'n' Roll und stadiontauglichem Heavy Rock und Metal-Elementen.

Nicht zu vergessen die unvermeidliche Ballade: »Summer's End« ist eine Liebesgeschichte ohne Happy End, getragen von der rauchigen, whiskygetränkten Stimme von Dominik Dell – ein echtes Markenzeichen der Band, das gelegentlich von Josch Gappmaiers Growls wohltuend und abwechslungsreich ergänzt wurde. Dazu gab es zum Mitsingen auch noch den Twisted-Sister-Klassiker »We’re not gonna take it« und zu »Blitzkrieg Bop« von den Ramones einen Biertrinkwettbewerb. Viel zu schnell war das Konzert vorbei, aber die glückliche, ausgelassene Fanfamilie feierte mit ihren Helden bis in die Morgenstunden munter weiter. Maria Ortner