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Auch heuer wieder ein anspruchsvolles Programm

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ie hoffen auf einen möglichst erfolgreichen »Musiksommer zwischen Inn und Salzach 2013«: (v. l.) Geschäftsführer Christian Hußmann (Landratsamt Traunstein), die stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Michael Elsen und Dr. Helmut Wittmann, der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende, Geistlicher Rat Konrad Kronast, Schatzmeister und Kreissparkassendirektor Werner Linhardt, der neue Kassenprüfer Fritz Seibold und Augustin Spiel, der gemeinsam mit Wittmann und Christian Günther die künstlerische Leitung innehat. (Foto: Müller)

Der seit 1976 bestehende Musiksommer zwischen Inn und Salzach blickte in seiner Mitgliederversammlung im Traunsteiner Landratsamt auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück. Für den verhinderten Ersten Vorsitzenden Landrat Hermann Steinmaßl verlas dessen Stellvertreter Dr. Helmut Wittmann den Jahresbericht. Die künstlerische Bilanz des Musiksommers 2012 sei »sehr hoch einzuschätzen«. Im Vergleich zum Vorjahr hätten die Besucherzahlen um rund 41 Prozent auf 7916 zugelegt. Durchschnittlich seien die Konzerte von 233 Personen besucht worden.


Man wolle den künstlerischen Anspruch weiterhin hochhalten, so Wittmann, doch das koste natürlich Geld. Einmal mehr habe sich erwiesen, dass trotz der Verpflichtung namhafter Musiker »der Publikumserfolg schwer zu steuern ist«. So habe es im Vorjahr »sehr unterschiedlich besuchte Konzerte« gegeben.

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Einen Überblick über das abwechslungsreiche Musiksommer-Veranstaltungsprogramm gab Augustin Spiel, der gemeinsam mit Christian Günther und Wittmann die künstlerische Leitung innehat: »Wir wollen von Mai bis September in der Region 35 Konzerte anbieten«. Neben Chorsinfonien (Kirchenkonzerte) können sich die Besucher auf Serenadenkonzerte, Kammermusik, Weltmusik und Musiktheater freuen. Das Polizeiorchester Bayern wird ebenso zu hören sein wie die Bad Reichenhaller Philharmonie, das Chiemgauer Jugendsymphonieorchester und der Orpheus-Chor. Mit Spannung erwartet werden auch die Auftritte der Stipendiaten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und der ARD-Preisträger.

Vom hohen künstlerischen Anspruch habe man sich nicht nur bei der Auswahl regionaler und auswärtiger Ensembles leiten lassen, so Spiel, sondern auch bei jener der Spielorte, darunter großartige Kirchenräume, kunstvolle Profanräume und romantische Kloster- und Burghöfe. Musiziert und gesungen wird unter anderem im Kloster Seeon, im Münster Frauenwörth, im Chorherrenstift Herrenchiemsee und in den Stiftskirchen Baumburg und St. Peter in Salzburg.

Bei den Neuwahlen, die vom Seeon-Seebrucker Bürgermeister Konrad Glück geleitet wurden, gab es in der Vorstandschaft folgende personelle Veränderung. Während Dr. Helmut Wittmann und Dr. Michael Elsen weiterhin als Stellvertreter des Vorsitzenden Steinmaßl fungieren, rückt Geistlicher Rat Konrad Kronast als Stellvertreter in die Vorstandschaft auf. Er beerbt Geistlichen Rat Josef Stigloher, der über 35 Jahre als Pfarrer in Baumburg wirkte. Kreissparkassendirektor Werner Linhardt wurde als Schatzmeister bestätigt. Fritz Seibold, Kulturbeauftragter des Marktes Grassau, folgt dem Altenmarkter Bürgermeister Stephan Bierschneider als Kassenprüfer nach. Elisabeth Bauer bleibt Kassenprüferin.

Wie Schatzmeister Linhardt mitteilte, habe der Musiksommer 2012 einen Verlust von rund 19 592 Euro eingefahren. Auch wenn dies »eine Menge Geld ist«, sei die Finanzsituation »zufriedenstellend«. Dem »außerordentlich guten Jahr 2011« sei es zu verdanken, dass man Ende 2012 noch einen positiven Kassenstand von knapp 9500 Euro verzeichnen habe können. »Dies gibt uns eine gute Planungssicherheit für 2013«, stellte Wittmann klar. Leider habe man aufgrund des finanziell guten Jahres 2011 öffentliche Fördermittel zurückzahlen müssen, bedauerte es Geschäftsführer Christian Hußmann. Nach 5000 Euro im Vorjahr erhalte man heuer vom Förderverein »Freunde des Musiksommers zwischen Inn und Salzach« sogar 10 000 Euro.

Dass die Nachbarlandkreise dem Musiksommer unterstützend zur Seite standen, habe zu einer »deutlichen Steigerung im Sektor Zuwendungen und Spenden« geführt, betonte Wittmann und bedankte sich bei allen Förderern und Sponsoren. Ohne die Freilassinger Firma Max Aicher als Hauptsponsor könnte die Konzertreihe nicht in der Form weiterbestehen. Lobend erwähnte Wittmann auch den Vorsitzenden des Musiksommer-Fördervereins Professor Dr. Albert Scharf, und alle Fördervereinsmitglieder, deren Engagement gerade in »diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten« von großer Bedeutung sei.

Die Pfarrgemeinden und politischen Gemeinden der Spielorte könnten noch mehr hinter den Veranstaltungen stehen, wünschte sich Kronast. Das Engagement vor Ort sei »sehr entscheidend«, erwiderte Wittmann, deshalb »werden wir hier noch einmal auf die Gemeinden zugehen«. mmü

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