Andreas Weinzierl ist neuer Obermeister

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Neuer Obermeister ist Andreas Weinzierl (rechts), Stellvertreter ist wie bisher Bernhard Daxenberger. (Foto: Wittenzellner)

Unterwössen – Vor der Jahreshauptversammlung der Schreiner-Innung Traunstein trafen sich die Mitglieder in die Schreinerei Kurfer zum Dämmerschoppen, den die Innung bereits seit rund 50 Jahren mehrmals im Jahr in wechselnden Werkstätten einzelner Schreinereien veranstaltet.


Rekordbeteiligung und gute Stimmung zeigten auch dieses Mal wieder, dass das Miteinander in der Innung funktioniert, wie bei den lockeren Gesprächen zwischen Holzbearbeitungsmaschinen, Sägen und Schraubzwingen deutlich wurde.

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Zentrales Thema der Jahreshauptversammlung war neben der Ehrung verdienter Mitglieder der Innung die Neuwahl der Vorstandschaft. Obermeister Hans Kurfer aus Unterwössen stellte sich wie lange im Vorfeld angekündigt, nicht wieder zur Wahl. Auf ihn folgt nun Andreas Weinzierl aus Traunstein.

Der scheidende Obermeister zeigte sich sichtlich angetan von den vielen anwesenden Schreinermeistern. Kurfer wurde 1999 zum Obermeister gewählt, nachdem er zuvor schon kommissarisch die Leitung übernommen hatte. Er betonte die bayernweite Stärke der Innungs-Schreiner. Man präsentiere sich gemeinsam unter einer Marke. »Die Folge davon ist, dass die Schreiner ihren Bekanntheitsgrad in der Gesellschaft stark gesteigert haben«, freute sich Kurfer.

Kurfer würdigte alle, die ihn in seiner über 18-jährigen Arbeit als Obermeister unterstützt hätten und die Fahne des Schreinerhandwerks hoch gehalten haben. »Es war eine schöne Zeit«, zog er sein persönliches Fazit. Es sei jetzt aber an der Zeit, jemand mit neuen Ideen an die Spitze der Handwerkervereinigung zu setzten, sagte er und erhielt tosenden Applaus.

Auch Bernhard Daxenberger, Vizepräsident des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern, erhielt Applaus für seinen Hinweis, dass man an dem Abend ein neues Innungs-Mitglied gewonnen habe. Er würdigte Kurfer und das nicht mehr angetretene Vorstandsmitglied Toni Wolfgruber und überreichte ihnen Blumen.

Lehrlingswart Andreas Haitzer berichtete von 111 Auszubildenden in der Berufsschule I, in der Jugendsiedlung sind es inklusive der Fachpraktiker Holz 47 junge Handwerker, einige davon weiblichen Geschlechts. Von den 82 Mitgliedsbetrieben der Innung Traunstein bilden 35 Schreinereien aus. Dazu kommen noch Betriebe, die nicht in der Innung organisiert sind. 41 Schreiner-Gesellen und 11 Holzfachpraktiker sind für die Freisprechungsfeier vorgesehen, wenn sie die Prüfungen bestehen.

Er appellierte an die Betriebsinhaber, Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Dies sei auch eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Bei der Berufsinformationsmesse (BIM) Traunstein arbeite man in der Lehrlingswerbung auch mit den Kollegen aus dem Berchtesgadener Land zusammen. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit Berufsschulen und Handwerkskammer.

Gerhard Wittenzellner, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, legte den Mitgliedern die Jahresrechnung 2016 vor, die geordnete Zahlen der Innung aufweist und ohne Gegenstimmen gebilligt wurde. Auch der Haushaltsplan 2017 wurde einstimmig verabschiedet.

Einen breiten Rahmen nahm die Neuwahl ein. Neben dem neuen Obermeister Andreas Weinzierl wurde zum Stellvertreter Amtsinhaber Bernhard Daxenberger gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder wurden Florian Schützinger, Michael Steinberger, Uli Mittermaier, Andreas Haitzer, Stefan Spiegelsberger, Lorenz Knirsch und neu Benedikt Brüderl sowie Tobias Hell. Die Meisterbeisitzer Prüfungsausschuss, Berufsbildungsausschuss und der Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten wurden ebenso wie der Rechnungsprüfungsausschuss neu gewählt.

Traditionell waren bei der Versammlung auch die Meisterfrauen mit einem eigenen kleinen Rahmenprogramm dabei. awi

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