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Alexander Petersen sichert den TSV-Ringern das Unentschieden

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TSV-Athlet Korbinian Hillebrand wurde von Martin Welk auf beide Schultern gelegt, was den Penzbergern vier Punkte brachte.
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Lukas Laue besiegte Christian Hagn souverän mit 16:0. (Fotos: Waßmuth)

Die Ringer des TSV Berchtesgaden mussten sich im letzten Kampf der Hinrunde gegen den AC Penzberg mit einem Unentschieden begnügen, obwohl vonseiten der Vereinsführung ein Sieg eingerechnet war.


Hätte der Ungar Tamas Fodor einen winzigen Punkt mehr geholt oder Korbinian Hillebrand nicht recht unmotiviert verloren, wäre der Sieg auf Berchtesgadener Seite gewesen. Die 1 000 Ringsportanhänger, die am Samstag in den AlpenCongress gekommen waren, hatten dennoch mit ihren Mattenspezialisten wieder einmal große Freude.

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Im ersten Mattenduell hatte Tobias Küpper (57/Freistil) gegen den Afghanen Abdullah Hasani im Penzberger Dress keine Chance und verlor nach 4:32 Minuten durch Technische Unterlegenheit. 0:4. Peter Fodor (130/Greco) ließ Thomas Kramer nicht zur Entfaltung kommen, punktete und gewann mit 9:0 sicher. 3:4. Einen Klassekampf zeigte Sebastian Hillebrand (61/Greco), der zunächst kurz zurücklag, dann jedoch den Spieß völlig umdrehte und seinen Gegner Tobias Bauer nach 1:43 Minute sehenswert schulterte. 7:4.

Eine Demonstration seines Ringerkönnens lieferte dann Tamas Fodor (98/Freistil) gegen Peter Vierke ab, dem bei seinem 14:0-Punktsieg ein einziger Zähler fehlte, um am Ende seine Mannschaft zum Sieg zu führen. 10:4. Im letzten Gefecht vor der Pause überzeugte einmal mehr Lukas Laue (66/Freistil), der Christian Hagn mit einem Stakkato an Griffen nach 1:28 mit 16:0 von der Matte komplimentierte. 14:4.

Nach der Pause wurde es wie immer sehr eng

Chancenlos war Marius Mackamul (86/Greco) gegen Matthias Petzenhammer, der den Berchtesgadener nach knapp eineinhalb Minuten auf den Schultern hatte. 14:8. Korbinian Hillebrand (71/Greco) geriet gegen den ehemaligen deutschen Spitzenringer Martin Welk gleich einmal in eine Serie von Durchdrehern. Doch der Penzberger hatte sich bei seinem Vorhaben, einen schnellen Sieg zu landen, zu sehr verausgabt und so kam Hillebrand zurück in den Kampf. Auf einmal sah sich der Gästeringer in der Bredouille, aus der es kein Entrinnen mehr zu geben schien. Doch Hillebrand passte gegen den Mattenfuchs einmal nicht auf und schon lag er geschlagen auf den Schultern. Dies alles geschah bei einem Punktestand von 19:17 für den Gast, was ansonsten einen Punkt für Penzberg und nicht vier bedeutet hätte. 14:12.

Auf verlorenem Posten stand im achten Kampf Michael Brandner (F/80) gegen Clemens Seidler. Brandner versuchte, keine »Vier« abzugeben, was ihm auch über fünf Minuten gelungen ist. Doch nach 5:05 Minuten stand die Technische Überlegenheit des Penzbergers fest und es wurde für den TSV Berchtesgaden immer enger. 14:16.

Jetzt durfte Andreas Hillebrand (75 A/Freistil), der den großen schwer zu ringenden Daniel Horst als Gegner hatte, keine hohe Wertung mehr abgeben. Auch in diesem Kampf ging es vornehmlich um taktisches Geplänkel und Penzberg sah jetzt gute Siegeschancen. Der Gästeringer erwies als clever, machte vier Punkte gegenüber null von Hillebrand und so führte der Gast vor dem letzten Kampf mit 18:14, womit für den TSV Berchtesgaden im besten Fall noch ein Unentschieden möglich war.

Jetzt kam alles auf Alexander Petersen (75 B/ Greco) an, der gegen Philipp Wrba unbedingt einen Schultersieg oder eine Technische Überlegenheit benötigte, um seiner Staffel wenigstens noch ein Unentschieden zu ermöglichen. Und Petersen hielt, was man sich von ihm versprochen hatte. Nach 46 Sekunden im zweiten Durchgang hatte Petersen überlegen gewonnen und der TSV Berchtesgaden ging mit einem schwer erkämpften 18:18-Unentschieden von der Matte.

Am kommenden Samstag kommt der TSV Berchtesgaden in den Genuss eines weiteren Heimkampfes. Dann ist der TV Traunstein zu Gast, mit dem der TSV Berchtesgaden nach der etwas unglücklichen 15:19-Niederlage aus dem Hinkampf noch ein Hühnchen zu rupfen hat.

Die Ergebnisse vom 7. Kampftag (Tabellenstand): TSV Berchtesgaden (5.) – AC Penzberg (7.) 18:18, SC Anger (1.) – SpVgg Freising (3.) 18:11, SC Isaria Unterföhring (6.) – SV Mietraching (8.) 21:5, SV Untergriesbach (2.) – TV Traunstein (4.) 25:6.

Sieg auch für die Zweite

Die zweite Mannschaft des TSV Berchtesgaden siegte gegen den AC Penzberg mit 40:0, weil die Penzberger nicht genügend Ringer in den Kampf brachten. Im Freundschaftskampf gewannen die Mattenherren mit 42:4. Für die Siege in nur vier Kämpfen sorgten Wolfgang Heil, Andreas Wendl, Hans Preinfalk und Thomas Brandner. In einem weiteren Kampf der Gruppenliga siegte Tabellenführer SC Isaria Unterföhring II mit 33:18 gegen den Zweiten, SV Mietraching II. Der TSV Berchtesgaden II rückte vor dem AC Penzberg II an die vierte Stelle der Tabelle vor.

Schließlich hielt sich die Schülerstaffel des TSV Berchtesgaden im Rahmen der Grenzlandliga gegen den TSV Trostberg beim 20:20 gegen den TSV Trostberg gut und rückte an die sechste Stelle vor. Für die Punkte sorgten wie immer Korbinian Hochreiter, Danny Quarg, Daniel Petersen, Franz Hochreiter und Korbinian Leo. Christian Wechslinger