Aktionswoche "Ablenkung im Straßenverkehr und Mobiltelefon" der Verkehrspolizei Traunstein

Mehrere Streifenwagen der Polizei stehen aufgereiht nebeneinander
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Mehrere Streifenwagen der Polizei stehen aufgereiht nebeneinander. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Landkreis Traunstein/Landkreis Berchtesgadener Land/BAB A8 – Die Verkehrspolizei Traunstein führte in der Zeit zwischen dem 3. Mai und 9. Mai eine Aktionswoche „Ablenkung im Straßenverkehr/Mobiltelefon“ durch.


Das Ziel war es die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren, dass auch eine kurzzeitige Ablenkung vom Verkehrsgeschehen zu einem erhöhten Unfallgeschehen beitragen kann. Unter den Begriff „Ablenkung“ fielen hierbei Handlungen wie zum Beispiel das intensive Betrachten von Sehenswürdigkeiten, das „Gaffen“ an Unfallstellen, das Aufheben heruntergefallener Gegenstände im Fahrzeug, die Beeinflussung des Fahrers durch Bei- oder Mitfahrer, das Bedienen eines Navigationsgerätes oder auch die Benutzung eines Mobiltelefons.

Wie konkret sich eine derartige Ablenkung auswirken kann und warum die Aktionswoche ihre Berechtigung hatte, zeigte ein aktueller Unfall vom Dienstag,  4. Mai, auf der Autobahn A8 Ost in Richtung Salzburg, Höhe Übersee. Gegen 17.10 Uhr wollte ein 46-jähriger Berufskraftfahrer aus der Tschechischen Republik, der mit einem Lkw-Anhänger-Zug in Richtung Österreich unterwegs war, seinen Fahrersitz verstellen. Die Aufmerksamkeit des Tschechen war nur kurz vom Straßenverkehr abgewandt. Dies genügte jedoch, dass der Lkw-Anhänger-Zug vom rechten auf den linken Fahrstreifen abdriftete und hierbei mit einem auf gleicher Höhe fahrenden Auto eines 55-jährigen Mannes aus dem Bereich Grassau, kollidierte. Bei dem Unfall wurde die gesamte Beifahrerseite des Fahrzeuges in Mitleidenschaft gezogen. Der dadurch entstandene Schaden belief sich auf circa 10.000 Euro.

Im Aktionszeitraum wurden durch die Beamten der Verkehrspolizei Traunstein insgesamt 34 Verkehrsteilnehmer angehalten und beanstandet. Je nach Sachlage wurden Verwarnungen ab einer Höhe von 35 Euro bis hin zu Bußgeldern in Höhe von 100 Euro ausgesprochen. Das Hauptaugenmerk der Beamten lag jedoch auf einem klärenden Gespräch mit den betroffenen Verkehrsteilnehmern, wobei sich die meisten Personen einsichtig zeigten und Besserung gelobten.

Somit wurden durch die Beamten in der Aktionswoche nicht automatisch 34 Verkehrsunfälle verhindert, aber in 34 Fällen wurde die erhöhte Gefahr auf einen möglichen Verkehrsunfall hin unterbunden.

fb/red