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Achentaler Pfadfinder eroberten das Baltikum

Grassau. »Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen«, wenn aber 21 Pfadfinder des Stamms »Schwarzer Mustang Achental« mit schwerem Gepäck in das Baltikum reisen, dann gibt es Erlebnisse der besonderen Art. Im gut gefüllten Heftersaal ließ Stammesführer Christian Keller nun die ungewöhnliche Reise Revue passieren.

In Riga konnten die Pfadis am Meer Station machen. Ein altes Schiff diente hier als Steg. (Foto: Keller)

Es war eine besondere Herausforderung, eine Reise nach Lettland, Litauen und Estland für 21 »Pfadis« zu organisieren, so Keller. Der jüngste Teilnehmer war gerade einmal zwölf Jahre alt. Neun der Teilnehmer seien noch nie geflogen und so stand bereits vor dem Abflug der erste Höhepunkt auf dem Programm. Keller erklärte aber auch, wie notwendig das richtige Packen des Rucksacks ist, denn jedes Gramm zu viel, liege schwer auf den Schultern. Nur ein begrenztes Budget von 350 Euro stand pro Teilnehmer zur Verfügung und so galt es, die Reise bis ins Detail zu planen.

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Tallin war das erste Ziel. Hier durften die Pfadfinder auf dem Flugplatz nächtigen und erkundeten dann zu Fuß die Stadt, die zum Weltkulturerbe zählt. Das Hinterland der Stadt ist dünn besiedelt und so boten sich für die restlichen Tage noch weitere Übernachtungsmöglichkeiten an den menschenleeren Sandstränden an, denn dort darf überall noch gecampt werden.

Zweite Station der Reise war Riga, die Hauptstadt Lettlands. Bis zu diesem Ziel nutzten die Pfadfinder öffentliche Verkehrsmittel und schwärmten von den unschlagbar günstigen Inlandsreisemöglichkeiten. Im Tiger-Hostel konnten die »Pfadis« einmal in gemütlichen Betten nächtigen.

Von Riga ging es dann nach Litauen in die Hauptstadt Vilnius. Auch mit der Landbevölkerung hatten die »Pfadis« Kontakt. Da wurde den Campern einmal gezeigt, wie Fische gefangen und gegrillt werden. Die Verständigung sei aber sehr schwer gewesen, da keiner der »Pfadis« russisch sprach und dafür keiner im Baltikum sich auf Englisch verständigen konnte. tb