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Abschied von Ortspfarrer Johann Spiolek

Reit im Winkl. Mit einem letzten feierlichen Gottesdienst würdigte die katholische Pfarrgemeinde Reit im Winkl Ortspfarrer Johann Spiolek, der am 1. Dezember nach zwölf Dienstjahren in den Ruhestand treten wird. Eingebettet hatten die Verantwortlichen den Abschiedsgottesdienst in den Rahmen der Cäcilienmesse, an deren Feiertag die Musikkapelle und der Trachtenverein gemeinsam der lebenden und verstorbenen Mitglieder gedenken.

Mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedete sich der Reit im Winkler Ortspfarrer Johann Spiolek von seiner Pfarrgemeinde. Er verbringt seinen Ruhestand in Bad Aibling. (Foto: Ostermaier)

Zur Messe am Sonntag waren aber auch Abordnungen von Vereinen und Vertreter der politischen Gemeinde erschienen. In seiner Ansprache dankte der erst vor kurzem geweihte Reit im Winkler Kaplan Klaus Mühlberger, der gemeinsam mit Spiolek die Messe zelebrierte, dem scheidenden Pfarrer für seine »demütige Art«, stets Jesus Christus in den Mittelpunkt seiner Gottesdienste gestellt zu haben.

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Es habe in der Zusammenarbeit mit vielen Gruppen und Institutionen »immer alles sehr gut geklappt«, wie der 70-jährige Priester seine Amtszeit im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt beschreibt. Damit meine er etwa den Umgang mit »dem Kindergarten, dem Kirchenchor, dem Pfarrgemeinderat und der Pfarrverwaltung«. Besonderes Anliegen seien ihm stets die Seniorennachmittage im Altenheim gewesen und auch die Heranbildung von Ministranten, »wobei es gar nicht immer leicht war, neue Interessenten anzuwerben, weil die Vereine hier wirklich gute Arbeit machen und sich um die Kinder und Jugendlichen hervorragend bemühen«.

Persönliche Worte an die Vertreter der Kirchengemeinde fand Spiolek erst nach der Messe im Rahmen einer kleinen Feier im Pfarrsaal. Bürgermeister Josef Heigenhauser beschrieb Spiolek als »verlässlichen Seelsorger«, als »angenehmen Gesprächspartner«, stets sei seine »sehr konstruktive Arbeit im Vordergrund« gestanden.

Während des Gottesdienstes dankte Kaplan Klaus Mühlberger dem scheidenden Priester »für seinen Dienst an Gott« und persönlich für eine Begebenheit, die eineinhalb Jahre zurückliege. Damals habe Spiolek ihm in einer Krise sehr geholfen, habe ihn erkennen lassen, dass weniger Personen, als Gott selbst, im Mittelpunkt des Glaubens stehen sollten.

Spiolek, der nach Bad Aibling gezogen ist, sagte: »Ich werde jetzt erst einmal eine Auszeit nehmen, Anfang 2014 dann möglicherweise im Kirchendienst in Bad Aibling mitwirken, wenn dies gewünscht ist. Sonst freue ich mich auf so Vieles, kulturelle und sportliche Themen, natürlich auch Fußball«, so Spiolek, der nach zwölf Dienstjahren in Reit im Winkl und 46 Dienstjahren als Pfarrer in den Ruhestand getreten ist.

Ab 1. Dezember wird der bisherige Militärpfarrer Martin Straßer seinen Dienst antreten, wobei Reit im Winkl keine eigene Pfarrei mehr sein wird: Mit Schleching, Unter- und Oberwössen wird Straßer einen Pfarrverband aus vier Ortschaften betreuen. Eine erste Veränderung bringt dies für die Reit im Winkler: Der Sonntagsgottesdienst wird dann erst um 10.30 Uhr, beginnen, eine halbe Stunde später als bisher. ost