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Abgeordnete im Dialog mit Schülerinnen in Traunstein

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Foto: Wittenzellner

Traunstein – Unter dem Motto »Tür auf – Abgeordnete unterrichten« fand am Montag wieder der »Tag der freien Schulen« in Bayern statt. Der Aktionstag wurde vom Verband Bayerischer Privatschulen, dem Katholischen Schulwerk in Bayern und der Evangelischen Schulstiftung in Bayern, unterstützt von den Montessori- und Waldorfschulen in Bayern, organisiert. Traditionell werden dabei die Abgeordneten aus dem jeweiligen Wahlkreis eingeladen und können eine Schulstunde zu einem Thema ihrer Wahl gestalten.


Kampf gegen Politikverdrossenheit

Ziel der Initiatoren ist es, etwas gegen Politikverdrossenheit und Radikalisierung zu tun. Man wolle einerseits den demokratischen Prozess fördern und andererseits die Situation der Freien Schulen ins Blickfeld rücken. Das Knüpfen von persönlichen Kontakten ist dabei ebenso im Blickfeld wie auch das Ziel, den Abgeordneten einen direkten Einblick in das Schulleben an den Freien Schulen zu ermöglichen.

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Auch die Mädchenrealschule Sparz beteiligte sich an dem Aktionstag. Sie hatte aus dem Landtag Klaus Steiner (CSU) und Günther Knoblauch (SPD) eingeladen, außerdem waren Kreisrat Dr. Lothar Seissiger (Freie Wähler) und die frühere Sprecherin der Grünen Jugend in  Oberbayern, Anna Körner, in Vertretung der Grünen-Landtagsabgeordneten Gisela Sengl. Steiner sagte allerdings aufgrund einer politischen Reise nach Afrika kurzfristig ab.

Matthias Speckner von der Sparzer Mädchenrealschule, der die Schülerinnen im Vorfeld auf die Diskussion im Unterricht vorbereitet hatte, gab den drei politischen Vertretern Raum, sich persönlich sowie ihre persönlichen und parteipolitischen Ziele vorzustellen. Körner stieg gleich bei den jungen Schülerinnen ein: »Es wird unsere Generation sein, die sich mit den Problemen auseinandersetzen muss.«

Umwelt- und Klimathemen sehr wichtig

Seissiger pflichtete bei, dass Umwelt- und Klimathemen von zentraler Bedeutung seien. Daneben seien aber auch die Wertschätzung für traditionelle Berufe wie beispielsweise dem Handwerk, die Gesundheitsversorgung und der Stopp unkontrollierter Zuwanderung bedeutende Themen. Knoblauch holte mehr zu Grundsatzthemen aus. Er wolle junge Leute für die Politik unabhängig der jeweiligen politischen Programme interessieren. Er ermutigte die Schülerinnen, Politik mit zu gestalten und wies darauf hin, dass sie wohl 2019 bei der Europawahl und spätestens 2020 bei der Kommunalwahl selbst wählen dürften. »Bringt euch ein – gerade als junge Frauen« so der SPD-Landtagsabgeordnete.

Viel Unverständnis bei Flüchtlingspolitik

Die Schülerinnen zeigten sich interessiert und trauten sich nach und nach auch ihre Fragen zu stellen. Ganz oben standen die Flüchtlingspolitik und das Unverständnis des staatlichen Handelns in Fragen des Asyls und des Umgangs    mit   Flüchtlingen.   Die Gleichberechtigung für Männer und Frauen war ebenso Thema wie Chancengleichheit in der Bildung.

Aber auch ganz aktuelle Themen wie zum Beispiel das im Raum stehende Fahrverbot für Dieselfahrzeuge interessierte die Schülerinnen, die mit den politischen Vertretern zum Abschluss der rund zweistündigen Veranstaltung noch ein kleines Video drehten. awi

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