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Abfallentsorgung: Gelber Sack oder gelbe Tonne?

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Teisendorf Abfall Gelbe Tonne
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Fallen in Mehrfamilienhäusern in Teisendorf mehr als 16 Gelbe Säcke an, so kann ein 1100-Liter-Container bereitgestellt werden. Bürger können sich auf eigene Kosten gelbe Tonnen anschaffen. Der Entsorger ist aber nicht verpflichtet, sie zu leeren, wenn er dafür etwa länger braucht, als das Einsammeln der Säcke dauern würde. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Im Zuge der Umstellung des Systems zur Müllentsorgung im Landkreis Berchtesgadener Land können ab kommendem Jahr die alten Restmülltonnen nicht mehr verwendet werden. Die Gemeindeverwaltung hat nun beim Landratsamt nachgefragt, ob diese Tonnen mit einem gelben Deckel an Stelle des Gelben Sacks verwendet werden können. Die Anregung kam von Ausschussmitglied Markus Putzhammer.


Dazu betonte das Landratsamt, dass zur Entsorgung gebrauchter Verkaufspackungen aus Kunststoff, Metall und Verbunden der Gelbe Sack festgelegt ist. Nur im mehrgeschoßigen Wohnungsbau ist eine Ausnahme vorgesehen. Fallen hier mehr als 16 Gelbe Säcke an, so kann ein 1100-Liter-Container bereitgestellt werden. Die Bürger im Landkreis können sich natürlich auf eigene Kosten gelbe Tonnen anschaffen oder Restmülltonnen mit gelbem Deckel umrüsten. Der Entsorger ist aber nicht verpflichtet, diese »Gelben Tonnen« zu entleeren, zum Beispiel, weil er dazu mehr Zeit braucht, als für das Einsammeln der Säcke. Aufgrund dieses Risikos wird der Markt Teisendorf keine Empfehlung für die Umrüstung der Restmülltonnen aussprechen.

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Der Bau- und Umweltausschuss befasste sich auch mit mehreren Anträgen zu Um- und Ausbauten. In Moosleiten möchte der Eigentümer an ein Wohnhaus einen Anbau mit Wohnung für ein Familienmitglied bauen. Das Vorhaben liegt im Außenbereich, und ist, wie Bauamtsleiter Theo Steinbacher sagte, zulässig. Schwierigkeiten könnten sich aus Sicht des Immissionsschutzes ergeben, denn das Grundstück liegt zwischen Bahnstrecke und Bundesstraße.

Etwaige Probleme müssen die Bauaufsichtsbehörde und die Untere Immissionsschutzbehörde beurteilen. Alois Stadler wies auch darauf hin, dass die Brücke auf der Bundesstraße östlich des Anwesens bald erneuert wird, was zu umfangreichen Bauarbeiten führen wird. Das gemeindliche Einvernehmen zum Vorbescheid wurde dennoch einstimmig erteilt mit dem Hinweis auf die Lage nahe Bahn und Bundesstraße.

Zugestimmt wurde auch einem Antrag auf Vorbescheid zur Umnutzung einer landwirtschaftlichen Scheune in Wohnraum. Dabei sollen nur Fenster in die Holzverschalung verbaut und der Innenbereich ausgebaut werden. Dem Vorhaben steht planungsrechtlich nichts entgegen, zumal auch die Erschließung (Wasser, Kanal, Zufahrt) gesichert ist.

Gleiches gilt für einen Bauantrag zum Abbruch und Wiederaufbau eines Wohnhauses in Trischlmauer. Auch hier ist planungsrechtlich gegen das Vorhaben nichts einzuwenden. Alle Ausschussmitglieder stimmten zu.

Demgegenüber musste der Vorbescheid zum Bau eines Betriebsleiterwohnhauses mit Altenteiler, Garage und Schafstall in Patting negativ beschieden werden. Zum einen ist das keine landwirtschaftlich privilegierte Fläche, weil es kein landwirtschaftlicher Betrieb ist.

Zum anderen wäre selbst dann die Fläche zu klein, denn auch bei einem landwirtschaftlichen Betrieb darf das Wohnhaus nur einen untergeordneten Teil der Gesamtfläche einnehmen. Auch öffentliche Belange stehen dagegen, denn im Flächennutzungsplan ist das Grundstück als Obstwiese im Außenbereich dargestellt. kon