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Abbau der Bürokratie gefordert

Brüssel/Berchtesgadener Land (EuR) - EuRegio-Präsident Landrat Georg Grabner und EuRegio-Geschäftsführer Steffen Rubach setzten sich bei einem Fachgespräch, zu dem die bayerische Europaministerin Emilia Müller kürzlich nach Brüssel eingeladen hatte, für die weitere Förderung von Tourismusprojekten und eine spürbare Reduzierung der Bürokratie ein. »Wir freuen uns, dass Interreg ab 2014 auch im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet erneut zum Einsatz kommt. Das Programm muss aber wieder deutlich attraktiver für die Projektträger werden, insbesondere was die Rahmenbedingungen und die Inhalte angeht«, fasste Präsident Grabner die Ergebnisse zusammen.

»Die Europäische Kommission will die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Europa ab 2014 weiter ausbauen.« Mit dieser guten Nachricht von Bayerns Europaministerin Emilia Müller kamen Vertreter verschiedener EuRegios aus den bayerischen Grenzräumen zu Österreich und Tschechien aus Brüssel zurück. Bei einem Treffen in der Bayerischen Vertretung, zu dem alle bayerischen EuRegios mit ihren tschechischen und österreichischen Partnern eingeladen waren, ging es um die Ausgestaltung der so genannten »Europäischen Territorialen Zusammenarbeit« (ETZ), auch Interreg genannt, für den Zeitraum 2014 bis 2020.

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Für die EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein waren Präsident Landrat Georg Grabner und Geschäftsführer Steffen Rubach in die belgische Hauptstadt gereist. An der Diskussionsrunde nahmen neben mehreren Europaabgeordneten Vertreter der Europäischen Kommission, der Bayerischen Staatskanzlei und des deutschen Wirtschaftsministeriums teil sowie auch Michaela Petz-Michez, die Leiterin des Salzburger Verbindungsbüros in Brüssel.

Durch die Fortsetzung der Förderung könne die erfolgreiche Arbeit der EuRegios einen neuen Schub erhalten, so Staatsministerin Müller. Es gehe nun darum, dass sich Bayern gemeinsam mit den EuRegios für möglichst große Entscheidungsspielräume für die Regionen einsetzt. Diesen Aufruf nutzten die Repräsentanten aus den Grenzregionen und äußerten ihre Meinungen und Anforderungen zu den bislang vorliegenden Entwürfen für die künftigen Förderprogramme. Dabei wurde auf die zahlreichen grenzüberschreitenden Projekte hingewiesen, die in den vergangenen Jahren mit europäischen Geldern unterstützt werden konnten. Für die kommende Förderperiode forderten die EuRegio-Vertreter ausreichende inhaltliche Flexibilität für die unterstützungsfähigen Themenbereiche, und hier insbesondere auch für den Tourismus, und eine Vereinfachung der Antrags- und Kontrollverfahren. Auch auf die Bedeutung der gelegentlich unterschätzten Kleinprojekteförderung durch die EuRegios wurde hingewiesen.

Grundlage für das Gespräch war unter anderem eine Stellungnahme der EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein, die im Juni an zahlreiche Fachstellen, Abgeordnete und Minister verschickt worden war.