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Übergang aus Stahl und Beton

Weil Beton alleine kaum widerstandsfähig gegenüber Kräften ist, wird Stahl in das Brückenobjekt verbaut, später betoniert. Das versteht man unter Bewehrungsarbeiten. Das passiert deshalb, damit die Zug- und Druckkräfte, die auf der Brücke liegen, keine Probleme bereiten. Stefan Schwab ist beim Markt Berchtesgaden für den Tiefbau zuständig. Wenn es nach ihm geht, wird die Brücke noch heuer fertig. »Unser Ziel war die Überfahrbarkeit«.

So sieht die neue Breitwiesen-Brücke derzeit aus. Hier sollen demnächst 250 Kubikmeter Beton drauf.
114 Jahre alt ist der Übergang. Noch bis in das nächste Jahr soll er erhalten bleiben. Fotos: Anzeiger/kp

Die Spannbetonbrücke, die an der Breitwiese entsteht, soll die in die Jahre gekommene Breitwiesen-Brücke ersetzen. 114 Jahre ist diese alt - und noch immer wird sie tagtäglich überfahren. Schwere Lastkraftwagen dürfen zwar nicht mehr drüber. »Solange das neue Bauwerk aber noch nicht fertig ist, bleibt die alte Brücke offen«, erzählt Schwab.

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Nachdem der Stahl im Brückenkörper eingearbeitet ist, sollen 250 Kubikmeter Beton auf den Übergang eingearbeitet werden. Insgesamt soll das Konstrukt 1 000 Tonnen wiegen. 5 000 Tonnen Vorspannung liegen auf der Brücke, so Peter Hasenknopf.

Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, ob der Zeitplan aufgeht - oder ob der Wintereinbruch dem Projekt einen Strich durch die Rechnung macht. In jedem Fall ist klar, dass die alte Breitwiesen-Brücke bis in das nächste Jahr hinein stehen wird.

Zwei Tage soll deren Demontage dauern. Eine Sprengung? Schwab lächelt. »Nicht bei der Breitwiesen-Brücke«.

Allerdings wird die Demontage unter speziellen Bedingungen ablaufen. Denn die dort aufgetragene Farbe ist heutzutage verboten.

In die Ache darf das Material nicht gelangen. »Krebserregend«, sagt Schwab. kp