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Über 2000 Schnalzer kamen nach Aufham

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Auch viele Frauen schwangen die Goaßl. (Foto: Horn)

Anger – Das Rupertigau-Preisschnalzen der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel ist jedes Jahr eine ganz besondere Veranstaltung. Heuer ging der Wettbewerb zum 65. Mal über die Bühne, zum zweiten Mal an zwei Veranstaltungstagen.


Aufham hatte sich für die Ausrichtung des großen Brauchtumsspektakels beworben und den Zuschlag bekommen. Der Trachtenverein Hochstaufner, der Musikverein, die Schnalzer und zahlreiche ehrenamtliche Helfer bewältigten den Besucheransturm. Denn am Samstag waren 81 Jugendpassen mit 730 Kindern und Jugendlichen, am Sonntag 143 Passen mit 1300 Aktiven gekommen, um ihre Goaßln zu schwingen.

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Aus dem Rupertiwinkel und den salzburgerischen Flachgau strömten nicht nur die Schnalzer, sondern auch viele Freunde dieses besonderen Winterbrauchs herbei. Die Aufhamer hatten Wetterglück, und die schneebedeckte Landschaft bildete nicht nur optisch den passenden Rahmen. »Wir haben optimale Bedingungen«, freute sich der Vorsitzende der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel, Bernhard Kern. Mehrere Monate lang hatte ein zehnköpfiger Festausschuss mit Schorsch Kamml als Festleiter an der Spitze die Großveranstaltung vorbereitet.

Kern sowie Schirmherr und Bürgermeister Silvester Enzinger brachten in ihren Grußworten den großen Stellenwert des Schnalzens zum Ausdruck, und dann hieß es: »Aufdraht! Oane, zwoa, dahi geht's.« Hinter verschlossenen Türen hatten die sieben Preisrichter Position bezogen. Ihre Aufgabe war es, das Schnalzen der einzelnen Passen rein nach Gehör zu bewerten.

Günther Ortmaier aus Wals, Hias Hinterstoißer aus Feldkirchen, Wolfgang Kappel aus Wals, Christian Perreiter aus Palling, Josef Kamml aus Aufham, Georg Rettenwender aus Siezenheim und Andreas Dusch aus Ainring bildeten unter der Regie von Preisrichterobmann Peter Edfelder das Gremium bei den Jugendpassen.

Bei den allgemeinen Passen hatten dann angesichts der vielen Teilnehmer Johann Helminger aus Kothbrünning, Anton Moisl aus Siezenheim, Johann Grabner aus Holzhausen, Bartholomäus Reischl aus Wals, Anton Weibhauser aus Schönram, Roland Schoibl aus Viehhausen und Andreas Dusch aus Ainring diese »sportliche Aufgabe« zu bewältigen. Preisrichterobmann war auch hier Peter Edfelder.

In der Aufhamer Mehrzweckhalle versammelte sich dann die große Brauchtumsgesellschaft zur Preisverteilung. Bei fürsorglicher Bewirtung der vielen Helfer war für das leibliche Wohl bestens gesorgt und für die passende musikalische Stimmung sorgte die Musikkapelle Aufham. Eine tolle Atmosphäre voller Spannung,   aber   vor  allem eines fairen Miteinanders herrschte, als die Preisverteilung begann.

Groß war die Freude bei den Ainringer Jugendlichen, als feststand, dass sie heuer den Siegpokal mit nach Hause nehmen dürfen. 168 Punkte und 1,5 Punkte Vorsprung vor Feldkirchen I waren ausschlaggebend. Auf Platz drei landete die Vorjahressiegerpasse Weildorf I. Bei den allgemeinen Passen ging der Siegerpokal auf die andere Seite der Grenze: Siezenheim III holte sich mit 185,0 Punkten zum dritten Mal in Folge den begehrten Krug und die Wandergoaßl. Auch die beiden anderen Treppchenplätze gingen an die Österreicher: Gois IV landete auf Platz zwei, Wals III auf Platz drei. Der vierte Platz ging an Ainring VI, der fünfte Platz an Perach II. mh