80-Jährige stirbt bei Badeunfall am Abtsdorfer See

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Foto: FDL/Brekl
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Saaldorf-Surheim – Eine ältere Dame verstarb am Sonntagmorgen bei einem Badeunfall am Abtsdorfer See. Die Frau war mit einer Begleitung beim Schwimmen, kehrte aber nicht mehr ans Ufer zurück. Als ihr Begleiter die Frau nicht finden konnte, rief er die Integrierte Leitstelle Traunstein zu Hilfe.


Update, 20. Juni, 16.30 Uhr:

Eine 80-jährige Freilassingerin ist am Sonntagmorgen beim Schwimmen im Abtsee vermutlich aufgrund einer akuten Erkrankung untergegangen, wobei sie die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ rasch aus der Luft orten, die Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht Laufen-Leobendorf aber nur noch tot aus dem Wasser bergen konnten. Der Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes kümmerte sich um den betroffenen Ehemann, der seine Frau über Notruf als vermisst gemeldet hatte, als sie nicht mehr am Ufer gekommen war.

Die Frau war den polizeilichen Ermittlungen zufolge gegen 7.15 Uhr mit ihrem Ehemann beim Schwimmen im Abtsee, wobei beide ursprünglich in unterschiedliche Richtungen geschwommen waren. Als der Mann ans Ufer zurückkehrte und die 80-Jährige nicht mehr sehen konnte, setzte er einen Notruf ab. Die Integrierte Leitstelle alarmierte daraufhin ein Großaufgebot der BRK-Wasserwachten Laufen-Leobendorf, Freilassing-Ainring und Bad Reichenhall, der Freiwilligen Feuerwehren Laufen und Saaldorf und des BRK-Land- und Luftrettungsdienstes mit zwei Rettungswagen aus Freilassing und Teisendorf, dem Freilassinger Notarzt und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, wobei insgesamt rund 50 Einsatzkräfte mit Booten, vom Ufer und aus der Luft nach der vermissten Schwimmerin suchten.

Die Heli-Besatzung ortete die Vermisste bereits beim zweiten Überflug im flachen Wasser bei Seethal nur zwei bis drei Meter vom Ufer entfernt, wobei die ortsansässige BRK-Wasserwacht Laufen-Leobendorf mit zwei Wasserrettern vom Ufer und vom Boot aus die 80-Jährige an Land brachte und sofort versuchte, sie wiederzubeleben. Die Einsatzleiterin Wasserrettungsdienst und der Einsatzleiter Rettungsdienst forderten noch während der Suche den KID für den Ehemann und die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall nach, die dann nicht mehr benötigt wurde.

Die Todesursache ist derzeit noch nicht geklärt, weshalb der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion (Kripo) Traunstein die Ermittlungen übernommen hat. Es liegen laut Polizei keinerlei Hinweise vor, dass die Frau einer Gewalttat zum Opfer gefallen ist. Vielmehr gehen die Ermittler von einem medizinischen Problem oder einem Unfallgeschehen aus.

Erstmeldung, 20. Juni, 11.50 Uhr:

Unzählige Rettungskräfte, unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren aus Laufen sowie Saaldorf, die Wasserwacht aus Freilassing und Laufen, Rettungswägen und Einsatzleiter Rettungsdienst sowie der Hubschrauber Christoph 14 kamen zum Einsatzort. Kurz darauf folgte zusätzlich die Tauchergruppe aus Bad Reichenhall.

Sofort wurde das Gewässer mit Booten abgefahren und Taucher machten sich an die Arbeit die Dame schnellstmöglich zu finden. Beim zweiten Überflug des Rettungshubschraubers konnte die Dame im Wasser treibend aufgefunden werden. Die Rettungskräfte begannen an Land umgehend mit der Reanimation der Person. Leider verstarb die Dame kurz darauf. Das Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Begleitung der Dame.

Die Polizei aus Freilassing hat die Ermittlungen aufgenommen.     

FDL/Brekl/red