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75-jähriges Jubiläum wird langsam zum Thema

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Die Vorstandschaft des Weihnachtsschützenvereins Berchtesgaden-Markt mit den Geehrten. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Traditionell um Sebastiani begehen die Markterer Weihnachtsschützen ihre alljährliche Generalversammlung im Gasthof »Goldener Bär«. Hierzu konnte Vorstand Stefan Lang 62 Mitglieder begrüßen.


Zuvor hatte in der Stiftskirche ein Gottesdienst für alle lebenden und verstorbenen Weihnachtsschützen stattgefunden. Im Besonderen gedachte man der Mitglieder Walter Moser und Martin Leitl sen., die im letzten Jahr heimgegangen sind. Zelebriert wurde der Gottesdienst von Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob. Die musikalische Gestaltung übernahm die Soizwieser Tanzlmusi.

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Vorstand Stefan Lang kam in seinem Bericht auf den Zusammenhalt im Verein zu sprechen. In dieser Zeit sei es besonders wichtig, ein gutes Miteinander zwischen Jung und Alt zu haben und gemeinsam auf dem richtigen Weg zu sein und nicht auf dem leichteren. So bringe sich jeder mit seinen Fähigkeiten in das Vereinsgeschehen ein. Lang dankte allen Schützenkameraden für die Unterstützung.

Lang berichtete weiter vom Jakobifeuer, das in gewohnter Manier abgebrannt wurde, allerdings am Ende mit einem Gewitter. Das kennen die Markterer Schützen aber bereits und können deshalb auch bei schlechter Witterung für gute Stimmung sorgen. Selbstverständlich wird der Verein auch in diesem Jahr ein Jakobifeuer an der Weinfeldkapelle mit Ausweichtermin organisieren.

Derzeit finden Überlegungen statt, die Bühne für Tanzbegeisterte entsprechend zu erweitern. Im Jahr 2022 feiert der Weihnachtsschützenverein sein 75-jähriges Gründungsjubiläum. Die Vorstandschaft hat bereits beschlossen, die Festivitäten im kleineren Rahmen durchzuführen. In die genaue Planung will man aber erst im nächsten Jahr einsteigen. Vorstand Stefan Lang bedankte sich anschließend für das vorbildliche und unfallfreie Schießen, ebenso für die Spende der Feuerlöscher für den Standplatz.

Hans Lochner ließ in seinem Schriftführerbericht das 72. Vereinsjahr noch einmal Revue passieren. Erwähnt wurde besonders die Ehrung von Alfred Vogl für 25-jährige Tätigkeit als Kassier. Auch die Teilnahme am Vereinigungsschießen am Tag der bayerischen Verfassung am Maximilianeum in München, zu dem Landtagspräsidentin Ilse Aigner eingeladen hatte, kam zur Sprache. Des Weiteren nahm der Verein unter anderem am Fronleichnamsfest, am Schützen- und Trachtenjahrtag, am Kirchweihfest der Weinfeldkapelle sowie beim 100-jährigen Trachtenfest der »Funtenseer« teil. Ebenso stand für die Vereinigung ein Besuch in der Bundeshauptstadt Berlin bei Dr. Peter Ramsauer auf dem Programm, an dem auch Markterer Schützen teilgenommen hatten.

Kassier Alfred Vogl stellte im Kassenbericht die Ein - und Ausgaben gegenüber und konnte aufgrund der Spendenbereitschaft von Vereinsmitgliedern und diversen Veranstaltungen ein gutes Plus erwirtschaften. Die Markterer Weihnachtsschützen sind daher mit einem soliden Haushalt ausgestattet. Die Kassenrevisoren Rudi Meier und Daniel Wohlrab bescheinigten dem Kassier eine einwandfrei geführte Kasse.

Schützenmeister Franz Hochreiter bedankte sich bei allen aktiven Schützen für das disziplinierte Christkindl- und Weihnachtsschießen. Vor allem bei Regenwetter sei das keine Selbstverständlichkeit. Insgesamt waren 399 Schützen bei 14 Schießen beteiligt. Die Altersspanne der Schützen betrug zwischen 18 und 86 Jahren. Hochreiter hatte für die vorausgegangene Pulverversammlung rund 12 000 Weichholzzapfen für die Schützenkameraden angefertigt.

Anschließend wurden Nik-las Homberg und Stefan Seiberl in den Verein aufgenommen. Für die Treue zum Verein konnte die Vorstandschaft einigen Mitgliedern Ehrenurkunden überreichen. Besonders erwähnenswert sind die Ehrungen von Hans Heinrich, Hans Neumayer und Benno Plenk für 50-jährige und von Helmut Köppl für 60-jährige Mitgliedschaft, der selbst als Vorstand im Verein tätig war (siehe Kasten).

2. Vereinigungsvorstand Thomas Holm überbrachte die Grüße der Vereinigung und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Zum Thema Wiederbeschuss konnte Holm keine Neuigkeiten berichten, die Vereinigung arbeite aber an einer Lösung. Berchtesgadens 2. Bürgermeister Bartl Mittner dankte dem Schützenverein für den Erhalt des Weihnachtsschützenbrauchtums und überbrachte die Grüße der Gemeinde. Er bedauerte, das letzte Mal in politischer Funktion dabei sein zu dürfen. fb