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450 Buben und Mädchen beim Kreisjugend-Feuerwehrtag

Grabenstätt. Spiel, Spannung und ein Spielewettbewerb, bei dem Teamgeist, Kameradschaft und der olympische Gedanke »Dabei sein ist alles« im Vordergrund stehen – so lässt sich der Kreisjugendfeuerwehrtag in wenigen Worten beschreiben. Rund 450 Buben und Mädchen aus den Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein kamen am Samstag beim großen Jugendtreffen in Erlstätt zusammen und erfreuten sich trotz Regens an der Begegnung, am Kennenlernen und vor allem an einem lustigen Wettstreit, bei dem Siegertrophäen zweitrangig waren. Dennoch war der Jubel groß, als die sechs Buben der Feuerwehr Törring als Sieger des Wettbewerbes gekürt wurden. Sie siegten souverän vor dem Team Emertsham und Heiligkreuz 2. Die weiteren sieben Plätze belegten Traunwalchen 1, Kirchanschöring 1, Wolkersdorf 2, Tittmoning 2 und Hart 2, Tettenhausen, Seeon 1 und Freutsmoos 1.

75 Teams, darunter auch zwei Jugendgruppen des THW Traunstein, nahmen teil. Zum Auftakt marschierten die Mannschaften auf den Wettbewerbsplatz, dem Gelände der Firma Claas Südostbayern, wo sie von Kreisbrandrat Hans Gnadl, dem Sprecher der Gemeinden im Landkreis, Franz Parzinger sowie von Grabenstätts Bürgermeister und Schirmherrn Georg Schützinger begrüßt wurden. Auf dem Spieleparcours hatten die sechsköpfigen Jugendteams anspruchsvolle wie lustige Aufgaben zu erledigen. Die Buben und Mädchen mussten einen Eimer Wasser, der auf eine schmale, hölzerne Trage gestellt wurde, über einen Hindernisparcours transportieren. Das verbliebene Wasser wurde in eine zuvor gekuppelte Schlauchleitung geschüttet und bis zu einer Kübelspritze »befördert.« Mit einem D-Strahlrohr mussten die Teilnehmer drei Tennisbälle von Verkehrsleitkegeln spritzen. Die danach noch in der Kübelspritze verbliebene Wassermenge mussten die Jugendlichen schätzen.

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Neben den Spielen, die auch den Zuschauern viel Spaß machten, gab es ein umfangreiches Programm mit der Ausstellung der neuesten Löschfahrzeuge der Feuerwehren Traunreut, Fridolfing, Traunstein, Holzhausen, Chieming und Ruhpolding. Umfassende Informationen gab es an den Beratungsständen der Polizei und der Bundeswehr. Am Stand der AOK wurde die Geschwindigkeit beim Schuss auf ein Fußballtor gemessen. Auch die Integrierte Leitstelle Traunstein, das Bayerische Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk (THW) stellten sich vor. Besondere Attraktion und von vielen Jugendlichen umringt war die Verkehrswacht mit Fahr- und Überschlagsimulatoren und der Möglichkeit mit einer »Rauschbrille« zu erfahren, dass Fahren unter Alkoholgenuss zu Orientierungslosigkeit führt. Großes Interesse fanden die Vorführungen der Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes und eine Vorführung »Löschen – gestern und heute.«

Bürgermeister Georg Schützinger sprach den Jugendlichen Hochachtung aus, dass sie ihre Freizeit für den Dienst bei der Feuerwehr opfern und für das Allgemeinwohl eintreten. Franz Parzinger betonte, es gebe keine bessere Freizeitbeschäftigung, als sich bei den Feuerwehren oder den Hilfsorganisationen aktiv und ehrenamtlich für Mitmenschen einzusetzen und in Not zu helfen. Landrat Hermann Steinmaßl würdigte alle, die zu dem wunderbaren Kreisjugendfeuerwehrtag beigetragen haben. Der Landrat hob besonders das Engagement der Jugendwarte hervor, die viel Energie und Zeit für ihre Schützlinge aufbringen.

Bürgermeister Georg Schützinger und Landrat Hermann Steinmaßl nahmen am Ende des dreistündigen Wettbewerbes zusammen mit Kreisbrandrat Hans Gnadl und Kreisjugendwart Florian Reiter die Siegerehrung vor und überreichten Pokale an die drei erstplatzierten Teams. Die Siegergruppe aus Törring durfte zudem den Wanderpokal des Kreisfeuerwehrverbandes in Empfang nehmen. pv