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Die besten Landwirte und Hauswirtschafterinnen – (v.l., erste Reihe): Andreas Stadler (Engelsberg), Andreas Neubauer (Pittenhart), Christina Brunnlechner (Amerang), Christine Huber (Kirchanschöring), (v.l., zweite Reihe): Georg Baumgartner (Regierung von Oberbayern), Hans Grabner ( Prüfungsausschussvorsitzender Landwirte), Markus Lang (Tittmoning) und Christa Grünhofer (Prüfungsausschussvorsitzende Hauswirtschaft). (Foto: Monika Konnert)

40 staatlich geprüfte Landwirte und 13 Hauswirtschafterinnen haben Gesellenbriefe erhalten

Berchtesgadener Land – Bei den Absolventen der Land- und Hauswirtschaftsschulen, die in feierlichem Rahmen ihre Gesellenbriefe bekommen haben, war die Freude riesengroß. Sie dürfen sich jetzt staatlich geprüfte Landwirte oder staatlich geprüfte Hauswirtschafterinnen nennen. Von den Teilnehmern der Prüfung für den Landwirt hatten 16 die Ausbildung bei der Berufsschule für Landwirtschaft in Traunstein im dualen System gemacht und weitere 24 über den »2. Bildungsweg« bei der Südostoberbayerischen Akademie für Land- und Almwirtschaft (SOLA) am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Traunstein.

»Heute erntet unser Nachwuchs den Lohn für seine Anstrengungen. Sie sehen hier die Zukunft der Haus- und Landwirtschaft.« Mit diesen Worten begrüßte Georg Baumgartner, Leitender Landwirtschaftsdirektor bei der Regierung von Oberbayern, die vielen Gäste und Ehrengäste aus Politik, Verbänden und Schulen, die zu der Freisprechungsfeier gekommen waren. Der Bereich Ernährung und Landwirtschaft an der Regierung ist nach der Neuausrichtung der Landwirtschaftsverwaltung zuständig für die hoheitlichen Aufgaben in der Berufsausbildung und in der Meisterprüfung. Unterstützt wird er dabei, so Baumgartner, vom AELF Traunstein, dessen stellvertretende Leiterin und Bereichsleiterin Landwirtschaft Sonja Bergmeier bei der Freisprechung ebenfalls anwesend war.

Resi Schmidhuber, stellvertretende Landrätin des Landkreises Traunstein, überbrachte die besten Wünsche der Landräte Siegfried Walch aus Traunstein und Bernhard Kern aus dem Berchtesgadener Land. Sie gratulierte den erfolgreichen Absolventen zu ihrem Erfolg. Mit dieser Qualifikation können sie jetzt mit Kompetenz und Leidenschaft an der Gestaltung der heimischen Landwirtschaft mitarbeiten. »Nutzt euer Wissen und bildet euch weiter«, so ihre Aufforderung. Ähnlich äußerte sich der neue Kreisobmann des Bauernverbandes Traunstein, Hans Steiner. »Ihr habt den schönsten Beruf, den es gibt«, so Steiner: »Bildet euch weiter, schaut über den Tellerrand.« Den Eltern riet Steiner, die Jungen arbeiten und gestalten zu lassen, denn die Zeiten und Anforderungen hätten sich geändert. Johann Englschallinger, Vorsitzender des vlf Traunstein, gratulierte ebenfalls zum Erfolg und freute sich über den Nachwuchs.

Dann kam der große Moment der Zeugnisverleihung durch Georg Baumgartner und die beiden Vorsitzenden der Prüfungskommissionen, Hans Grabner für die Landwirte und Christa Grünhofer für die Hauswirtschafterinnen.

Anschließend hatten Vertreter der Absolventen die Gelegenheit zu einem kurzen Rückblick auf die Ausbildungszeit. »Wir haben etwas geschafft, das uns niemand mehr nehmen kann«, meinte Thomas Osenstätter als Vertreter der Prüflinge von der SOLA. Am Anfang habe man es sich leichter vorgestellt, schnell aber gemerkt, dass dies kein Spaziergang werde, trotz langer praktischer Erfahrung. Osenstätter lobte den guten Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft, der über die Schule hinaus wirken werde.

Auch Andreas Stadler, Sprecher der Berufsschulklasse »Landwirtschaft«, war stolz auf das Erreichte. Alle haben gezeigt, dass man »die Sprossen der Karriereleiter auch mit Gummistiefeln« erklimmen kann, meinte er. Die Motivation zur Berufswahl sei gewesen, »für Muter Erde zu sorgen«, wohl wissend, dass gute Bezahlung und viel Freizeit rar sein werden.

Seitens der Hauswirtschafterinnen schilderten Christina Brunnlechner und Christine Huber den Ablauf der Ausbildung. Nach sechs Monaten Vollzeitunterricht an der Hauswirtschaftsschule des AELF Traunstein wurde zunächst der Abschluss »Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung« erworben. Im Juni konnte man dann noch die Prüfung zur »Staatlich geprüften Hauswirtschafterin« nachlegen. Dies hatten 13 von 20 Studierenden auch gemacht. Beide freuten sich nicht nur über neue berufliche Optionen, sondern auch über »eine unvergessliche Zeit und Freundschaften fürs Leben«.

Das letzte Wort an diesem Abend hatte Sonja Bergmeier. »Neugierig bleiben, nicht stehen bleiben«, so ihr Appell an die Absolventen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Blasmusik »Nix is fix Böhmisch«. Die jungen Musikanten aus dem Landkreis Traunstein sorgten für viel Schwung und gute Stimmung den ganzen Abend hindurch.

Monika Konnert