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Flohmarktfreunde feiern Jubiläum in der Pfarrei St. Andreas

40 Jahre im Dienst sozialer Projekte

Berchtesgaden – Der beliebte Flohmarkt im Pfarrheim St. Andreas stieß auch heuer wieder auf eine enorme Resonanz. Über 150 freiwillige Helfer waren für den reibungslosen Ablauf im Einsatz. Am Montagabend konnten alle Organisatoren und Freunde stolz auf ein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Neben der Spendenverteilung an rund 20 Einrichtungen und Institutionen wurden auch langjährige Helfer verabschiedet. Die Gesamtleitung oblag Gabi Angerer mit ihrem Team, für den technischen Ablauf war Kathi Pfnür zuständig. Wie der Flohmarkt im nächsten Jahr umgesetzt werden soll, ist allerdings noch nicht ganz geklärt.

Seit 40 Jahren im Flohmarkt-Team (v.l.): Gabi Angerer, Truderl Angerer, Anna Glossner, Ute Spiesberger, Waltraud Schöbinger, Adi Angerer, Waltraud Resch und Hanni Neumann. (Foto: Tessnow)

»Es war wieder überwältigend«, resümierte Gabi Angerer im voll besetzten und festlich hergerichteten Pfarrsaal. Die Vielzahl der Helfer und ihr Engagement begeistere sie jedes Jahr. »Die Leute vom Team sind ja alle voll berufstätig«, merkte Angerer an. Mit diesem Abend im Pfarrheim sollen besonders die langjährigen Mitarbeiter gewürdigt werden. »Auch die Einnahmen waren wieder super«, fuhr sie fort. Wenn man bedenke, dass das Team nur wenige Stunden lang verkauft und was alles gebracht wird, »ist es einfach unglaublich«. Nur durch die vielen Helfer könnten diese Mengen sortiert und für den Verkauf präsentiert werden. »Leider wird uns immer noch viel Müll hingestellt, den wir teuer entsorgen müssen.« Hier lobte die Organisatorin den TSV Berchtesgaden für die Ordnungsarbeit.

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Es folgte die Übergabe der Spendenbriefe an die jeweiligen Einrichtungen, die im Gegenzug kurz ihre Vereinsvorstellung sowie Förderungsgebiete präsentierten. Wie jedes Jahr gehen 50 Prozent der Erlöse an gemeinnützige Institutionen und Organisationen im Landkreis, bei denen sich ehrenamtlich Tätige engagieren oder bereits seit mehreren Jahren die Unterstützung zugesprochen bekommen. Das sind unter anderem die BRK-Schnelleinsatzgruppe, der Kriseninterventionsdienst, die Behindertenintegration sowie die Familienpflege und Landfrauenhilfe.

Die andere Hälfte des Spendenvolumens wird an die Verantwortlichen in den ausländischen Institutionen weitergeleitet, wo sich Berchtesgadener sozial engagieren. Hier gingen die Spenden an die Pamirhilfe, ein Waisenhaus mit Bildungsfonds in Kambodscha, an den Verein Sang Sangei für Erdbebenopfer in Nepal, ein Waisenhaus in Sierra Leone, ein Krankenhaus in Kamerun, die Leprahilfe in Indien und an den Eine-Welt-Kreis.

Am Jubiläumsabend kam auch zur Sprache, wie es im nächsten Jahr weitergehen kann. Da neben Verwaltungshürden auch für 2018 Umbauarbeiten im Pfarrgebäude anstehen und somit die kompletten Räumlichkeiten nicht wie gewohnt nutzbar sind, ist die Umsetzung der 41. Ausgabe des Pfarrheim-Flohmarkts noch nicht gesichert. Jörg Tessnow