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38-Jährige vor den Augen ihrer Kinder erstochen

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Foto: dpa/Symbolbild

Nach der schrecklichen Bluttat vor einem Priener Supermarkt, bei der eine Frau vor den Augen ihrer Kinder niedergestochen wurde, wurde der Tatverdächtige nun in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen.


Gegen 18.45 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mehrere Notrufe ein. Eine Frau wurde vor einem Supermarkt im Ortsgebiet von Prien niedergestochen und dabei schwerst verletzt. Sie starb noch im Laufe des Abends an ihren Verletzungen.

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Ein zufällig anwesender Polizeibeamter und einige Passanten konnten am Tatort einen 29-jährigen Afghanen, der sehr heftigen Widerstand leistete, überwältigen. Er wurde von den alarmierten Beamten der Polizei Prien festgenommen.

Kinder (5 und 11) mussten die Tat mit ansehen

Die beiden 5 und 11 Jahre alten Kinder der Frau mussten die Tat mit ansehen. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich sofort um die beiden Kinder, sie wurden bis auf weiteres in Obhut genommen.

Die Umstände der Tat werden derzeit noch ermittelt und wurden von den Beamten des Rosenheimer Kriminaldauerdienstes (KDD) und des Fachkommissariats K1 unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft übernommen.

Tatverdächtiger in geschlossene Einrichtung eingewiesen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erging mittlerweile der Beschluss zur vorläufigen Unterbringung des Tatverdächtigen in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

Die Ermittler der Kripo Rosenheim arbeiten mit Hochdruck an der vollständigen Aufklärung der Bluttat. Es sind derzeit noch weitere Umfeldermittlungen erforderlich, die aber aufgrund der Sprachbarriere noch einige Zeit andauern werden. Zu einer möglichen Motivlage oder etwaigen Vorbeziehungen zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen liegen bislang noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion der 38-jährigen Afghanin in der Rechtsmedizin an.