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30 Migranten in Regionalbahn: Identität geklärt – Ermittlungen gegen Schleuser

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Mühldorf – Am Freitag berichtete die Bundespolizeiinspektion Freilassing über eine rund 30-köpfige Migrantengruppe, welche unerlaubt nach Deutschland eingereist und mit einer Regionalbahn von Neumarkt-St.Veit in Richtung Mühldorf unterwegs war. Es bestand der Verdacht, dass die Personen nach Deutschland eingeschleust wurden. Nun liegen der Bundespolizei neue Erkenntnisse vor.

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Am Freitagmorgen stellten Mühldorfer Bundespolizisten in einem Regionalzug 31 Migranten fest. Mittlerweile ist die Identität der unerlaubt Eingereisten geklärt. Es handelte sich um irakische und iranische Kurden. Unter ihnen befanden sich vier Kinder, die drei Familien zugeordnet werden konnten.

Die Beamten fanden bei ihren Ermittlungen heraus, dass sich ein 25-jähriger Iraker aus der Gruppe bereits in einem Asylverfahren in Rumänien befindet. Die Bundespolizei führte ihn nach erfolgter Anzeige wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes dem zuständigen Ermittlungsrichter vor, der die Haft zur Sicherung der Zurückschiebung anordnete. Der Iraker wartet nun in einer Haftanstalt auf seine Rückführung nach Rumänien, wo sein Asylverfahren betrieben und abgeschlossen werden soll.

Der Rest der Personengruppe stellte ein Schutzersuchen. Die Bundespolizei zeigte die illegal Eingereisten – mit Ausnahme der Kinder – wegen der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes an und leitete alle an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter.

Einen jugendlichen Iraker im Alter von 17 Jahren hingegen übergaben die Bundespolizisten in die Obhut des Jugendamts in Mühldorf, da dieser ohne Familienangehörige unterwegs war. Auch er bekam eine Anzeige von der Bundespolizei.

Der Verdacht der Einschleusung der 31 Personen hat sich bestätigt. Die Ermittlungen durch die Bundespolizeiinspektion Freilassing gegen den derzeit noch unbekannten Schleuser dauern weiter an.

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