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3:0 in Berlin - Hannover mit wichtigem Auswärtssieg

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Hertha BSC - Hannover 96
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Die Hannoveraner hatten im Berliner Olympiastadion Grund zum Jubeln. Foto: Bernd von Jutrczenka Foto: dpa

Berlin (dpa) - Nach dem ersten Sieg seit Anfang Februar zeigte sich Hannovers Trainer Tayfun Korkut rundum zufrieden und voll des Lobes für seine Elf. «Wir haben jetzt ein wenig mehr Ruhe», erklärte er. «Sie hat sich den Sieg verdient. Glückwunsch an alle.»


Mit dem 3:0 (0:0) bei Hertha BSC verabschiedeten sich die Niedersachsen am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga vorerst von drohenden Abstiegssorgen. «Wir haben schon länger nach unten geschaut. Das waren wichtige drei Punkte gegen den Abstieg», sagte Verteidiger Christian Schulz.

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Mit nun 29 Punkten schoben sich die Niedersachsen am Samstag auf Rang elf und haben vorerst neun Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Fünf Partien waren sie zuvor sieglos geblieben. Dank der ersten Saisontreffer von Lars Stindl (49. Minute) und Jan Schlaudraff (57.) sowie eines Tores von Szabolcs Huszti (90.+1) feierte Hannover erst den zweiten Erfolg auf fremdem Platz in dieser Spielzeit.

«Hannover hat verdient gewonnen, aber sie waren nicht die bessere Mannschaft», analysierte Hertha-Trainer Jos Luhukay. Wieder einmal musste der Niederländer die Abhängigkeit seines Teams von kolumbianischen Toptorjäger thematisieren. «Wenn Adrian Ramos bei uns nicht trifft, haben wir ein Riesenproblem», betonte Luhukay.

Vor 46 727 Zuschauern klappte es für die überlegen spielenden Gastgeber mit dem herbeigesehnten Heimerfolg auch im vierten Anlauf nach der Winterpause nicht. Dadurch konnten sie sich nicht näher an einen Europa-League-Platz heranarbeiten und blieben auf dem neunten Platz hängen (36). Dabei hatten die Berliner von Beginn an das Kommando übernommen und mehr vom Spiel. Am Ende rächte es sich jedoch, dass sie anders als die Gäste zu viele Chancen ausließen.

Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, da landete ein Ball von Adrian Ramos schon am Außennetz. Der Brasilianer Ronny, der erstmals seit dem 2. Februar wieder in die Startelf gerückt war, präsentierte sich engagiert und lauffreudig. Als Anspielstation war der Spielmacher an mehreren gefährlichen Aktionen beteiligt.

Erstmals wurde der 27-Jährige in der elften Minute auffällig, als er Hannovers Torhüter Ron-Robert Zieler mit einem Freistoß aus rund 20 Metern prüfte. Aus einem feinen Zusammenspiel mit Ronny resultierte auch die in Hälfte eins größte Chance für Ramos. Der Toptorjäger verstolperte jedoch den Ball (19.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff zog Per Skjelbred zudem einen Schuss aus vollem Lauf am Tor vorbei (45.).

Ohne den senegalesischen Angreifer Mame Diouf, der nach einer Schulter-Operation ausfällt, zogen sich die Niedersachsen weit zurück. In der Offensive kam von der Elf wenig. Lediglich Leonardo Bittencourt brachte das Hertha-Tor in Gefahr (45.+1). Schon zuvor musste Stürmer Artjoms Rudnevs mit einer Fleischwunde am Sprunggelenk vom Feld (30.). Für ihn kam Jan Schlaudraff ins Spiel.

Überraschend ließ nach dem Seitenwechsel die Führung der Gäste nicht lange auf sich warten. Nach einer Vorlage des agilen Bittencourt ließ Kapitän Stindl Herthas Keeper Thomas Kraft aus wenigen Metern keine Abwehrchance. Fabian Holland hatte sich vorher ausspielen lassen. «Wenn hinten individuelle Fehler passieren, wird es in so einem Spiel schwierig», räumte der Verteidiger anschließend ein.

Noch nie hatte Hertha nach einem 0:1 zuvor gegen Hannover gewonnen - und dabei blieb es auch diesmal. Zum zweiten Treffer leistete erneut der 20-jährige Bittencourt die Vorarbeit, bevor Routinier Schlaudraff Kraft umkurvte und vollstreckte. Den Berlinern gelang dagegen kein Tor mehr, auch weil Ramos nach einem Ronny-Freistoß knapp am Tor vorbeiköpfte (61.) und Ronny kurz vor dem Ende den Pfosten traf. Huszti besorgte dann in der Nachspielzeit den Endstand.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 58,6 - 41,4

Torschüsse: 16 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 59,1 - 40,9

Fouls: 8 - 17

Ecken: 6 - 1

quelle: optasports.com