27-Jährige überlebt 25-Meter-Absturz auf der Reiter Alpe – Wandrettung per Tau

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Ramsau: 27-Jährige überlebt 25-Meter-Absturz auf der Reiter Alpe – Bergwacht-Wandrettung per Tau
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Foto: Leitner, BRK BGL

Ramsau – Einen 25 Meter tiefen Absturz hat eine 27-jährige Kletterin am Montagvormittag an der Grundübelkante in der Südwand des Großen Grundübelhorns (Reiter Alpe) überlebt. Die Bergwacht Ramsau flog die Verunglückte unter Einsatz eines Rettungshubschraubers aus.


Die Sportlerin aus dem Berchtesgadener Land war in der fünften Seillänge im Vorstieg und wollte offenbar wegen eines vermeintlichen Verhauers wieder ein Stück abklettern, als ihr ein Griff ausbrach und sie abrutschte. Beim Sturz ins Seil wurden Zwischensicherungen ausgerissen, die 27-Jährige fiel bis zum Standplatz und schlug auf einen Felsvorsprung auf. Ebenfalls herabstürzende Steine verfehlten ihre 28-jährige Seilpartnerin, die sofort Erste Hilfe leistete und gegen 10.30 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf absetzte.

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Der Pilot des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ flog mit zwei Ramsauer Bergrettern los und fand die Unfallstelle rasch; dann flog die Besatzung vom Zwischenlandeplatz an der Halsalm einen Bergretter am langen Rettungstau in die Wand, der die von ihrer Seilpartnerin bereits gesicherte Abgestürzte kurz untersuchte.

Der Heli-Pilot brachte im zweiten Aufzug einen weiteren Bergretter zum Standplatz und flog die Verletzte und den ersten Retter gleich ins Tal, wo eine Notärztin sich um die Abgestürzte kümmerte. Die Frau hatte unter anderem schwere Verletzungen an den Beinen erlitten.

Der Pilot holte dann noch die unverletzte Seilpartnerin und den zweiten Bergretter per Tau ab, da ein bodengebundener Rückzug aus der in diesem Bereich exponierten Kletterroute mit Abseilen recht aufwendig und schwierig gewesen wäre. Im Hubschrauber wurde die Verletzte anschließend zum Klinikum Traunstein geflogen. Die Seilpartnerin konnte selbst nach Hause fahren.

Weitere Einsätze am Watzmann

Darüber hinaus war die Bergwacht Ramsau wieder mit zwei Einsätzen am aktuell wieder hoch frequentierten Watzmann-Südspitz-Abstieg beschäftigt: Am Sonntagabend kurz nach 21.30 Uhr ging ein Notruf wegen zwei erschöpfter Bergsteiger ein, die sich von anderen Bergsteigern im Bereich Goldbründl getrennt hatten, dann nur noch sehr langsam vorankamen und von den anderen vermisst wurden. Die Bergwacht Ramsau fand die beiden Urlauber im Bereich der Ketten-Sicherungen, begleitete sie bis ins Gries und fuhr sie wohlbehalten ins Tal, wobei der Einsatz bis Mitternacht dauerte.

Bereits am Freitag gegen 16 Uhr ging ein Notruf von der Grieshütte ein: Im Südspitz-Abstieg war ein Bergsteiger gestürzt, hatte sich verletzt, aber zunächst die Zähne zusammengebissen und war trotz seiner Verletzungen noch aus eigener Kraft abgestiegen. Die Bergwacht Ramsau versorgte den Mann und fuhr ihn per Geländefahrzeug ins Tal. Der Mann begab sich daraufhin selbst in ärztliche Behandlung.

red/BRK BGL