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271 Verkehrstote im ersten Halbjahr

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Joachim Herrmann (CSU)
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Joachim Herrmann stellt im bayerischen Innenministerium die Verfassungsschutzbilanz vor. Foto: Peter Kneffel/Archiv Foto: dpa

Etwas mehr Verkehrsunfälle, dafür weniger Unfallopfer - die Verkehrsunfallstatistik für das erste Halbjahr 2018 ist am Freitag veröffentlicht worden.


München (dpa/lby) - Auf Bayerns Straßen sind von Januar bis Juni 271 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. »Leider hatten wir im ersten Halbjahr auffällig viele getötete Motorradfahrer«, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag anlässlich der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik mit. 66 Motorradfahrer starben - 13,7 Prozent mehr als im selben Zeitraum ein Jahr zuvor. Die Anzahl aller Toten stieg leicht um 0,3 Prozent, unter ihnen waren neun Kinder. Außerdem starben 31 Radfahrer und 20 Fußgänger. Die Zahl bei den jungen Fahrern sank um 44,4 Prozent auf 20.

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Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 ereigneten sich etwas mehr Verkehrsunfälle, dabei wurden aber weniger Menschen verletzt. Bei 197 770 Unfällen (plus 0,8 Prozent) im Freistaat gab es 32 297 Verletzte. Das waren 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 8690 Unfälle ließen sich laut Innenministerium auf nicht angepasste oder zu hohe Geschwindigkeit zurückführen. 85 Menschen verloren deshalb ihr Leben. Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss sank leicht auf 2209. Dabei wurden 17 Personen getötet. 21 Menschen starben, weil sie nicht angegurtet waren.

Die Polizei werde weiterhin besonders Raser, fahruntüchtige Fahrer, Gurtmuffel und Handysünder ins Visier nehmen, kündigte Herrmann an. Auch seien zum Schuljahresanfang Mitte September mehrtägige Schwerpunktaktionen der bayerischen Polizei geplant.

Pressemitteilung des Innenministeriums