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27 Absolventinnen erhalten Gesellenbrief

Anger - Der erfolgreiche Abschluss der Berufsausbildung stellt im Leben eines jeden jungen Menschen einen markanten Meilenstein dar. Entsprechend stilvoll zurecht gemacht hatten sich auch die 27 Friseurinnen für die Freisprechungsfeier im »Gasthaus zur Post« in Anger. In den Ansprachen der Ehrengäste durften sie nicht nur viele Glückwünsche zur bestandenen Ausbildungsprüfung und für den weiteren Berufsweg erfahren. Sie bekamen auch manch guten Rat mit auf den Weg, um die künftigen Anforderungen zu meistern.

»Nutze den Tag und starte durch«, stellte der stellvertretende Obermeister Gerhard Michel als Motto über die künftige Arbeit der Absolventinnen und bezeichnete die Eigenschaften Zielstrebigkeit und Engagement als jene Grundlagen, um in der Arbeitswelt bestehen zu können. In Vertretung für die Prüfungsvorsitzende Monika Hildebrandt verlas er die Gesamtergebnisse. Es war ein Notendurchschnitt von 3,4 in der Theorie und 2,25 in der Praxis erzielt worden.

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Fachbeiratsleiter Michael Stadler bezeichnete den Friseurberuf als Berufung, in der Geschick, Begabung, Talent, Menschenkenntnis und Spontaneität vereint sind. Stadler motivierte die jungen Damen auch zur Mitarbeit im Fachbeirat und sprach wie die weiteren Redner die Bedeutung von Fort- und Weiterbildung an.

Oberstudiendirektorin Rosa Mayer von der staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land lobte die Prüflinge, die sich während ihrer Ausbildungszeit viel Fachwissen und praktische Fähigkeiten angeeignet hatten. »Ihr Lohn ist nun der Facharbeiterbrief«, freute sie sich mit den Absolventinnen aus den beiden Landkreisen und sprach sowohl Ausbildern als auch Fachlehrern umfassenden Dank aus.

Als Auflockerung des Programms war der Soloauftritt von Bernhard Mühlbacher eine heitere Abwechslung. »Talk in the city« war ein heiterer Monolog, bei dem deutlich wurde, wie viel komödiantisches Talent in ihm steckt. Als Mitglied der Gruppe »SC-Chrampf« hat er es ja häufig bewiesen, bei der Freisprechungsfeier zeigte er sich als spitzzüngiger Betrachter der Fernsehwelt.

Im Anschluss an diese Einlage übernahm Obermeisterin Evelyn de Marco-Maier das Wort. Sie bescheinigte den Absolventinnen Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sowie handwerkliches Können, das diese während ihrer Ausbildungszeit bewiesen haben, und leitete zum Thema »Bildung« über. »Bildung ist ein Kernthema für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Sie entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, ist aber auch die Basis für jeden, sich in die Gesellschaft zu integrieren, am kulturellen Leben teilzuhaben und vor allem im Arbeitsleben erfolgreich zu sein.«

Die Obermeisterin weiter: »Das duale System der beruflichen Bildung und die Meisterfortbildung im Handwerk leisten Hervorragendes. Die Qualität heimischer Facharbeiter war immer und wird auch in Zukunft ein wesentlicher Pfeiler der heimischen Wirtschaft sein. Dies hat sich besonders in den letzten Jahren gezeigt, ist doch das Handwerk die Säule der Konjunkturstabilisierung.«

Kreishandwerksmeister Peter Eicher machte deutlich, dass von den jungen Friseurinnen nun mehr Leistung als in der Lehrzeit erwartet wird. »Seien Sie jetzt den zukünftigen Lehrlingen im Betrieb ein Vorbild, jammern Sie nicht, wenn Stress aufkommt, und weisen Sie nicht anderen Menschen die Schuld zu. Sie haben einen wertvollen Schritt zum Erwachsenwerden getan.«

Im Anschluss erfolgte die Vergabe der Gesellenbriefe und mit einem kleinen Präsent wurden die 27 jungen Damen zusätzlich bedacht. Die besten Wünsche für die Zukunft vonseiten der Obermeisterin bildeten den Abschluss des offiziellen Teils der Freisprechungsfeier. mh