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2:1 gegen Uruguay: Brasilien im Confed-Cup-Finale

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Siegtreffer
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Paulinho (r) köpft zum 2:1 ein. Foto: Peter Powell Foto: dpa
Versagt
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Diego Forlan (r) ist nach seinem schwach geschossenen Elfmeter enttäuscht. Foto: Robert Ghement Foto: dpa
Held
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Brasiliens Torhüter Julio Cesar (2.v.r.) wird nach dem gehaltenen Elfmeter gefeiert. Foto: RObert Ghement Foto: dpa
Ausgleich
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Edinson Cavani (2.v.l.) trifft zum 1:1. Foto: Peter Powell Foto: dpa
Prestigekampf
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Der Brasilianer Marcelo (l) im Kopfballduell mit Edison Cavani. Foto: Antonio Lacerda Foto: dpa
Führung
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Fred (l) trifft zum glücklichen 1:0 kurz vor der Halbzeitpause. Foto: Peter Powell Foto: dpa

Belo Horizonte (dpa) - Paulinho lässt die Seleção vom dritten Triumph nacheinander beim Confederations Cup träumen.


Durch ein Kopfballtor des Mittelfeldspielers von Corinthians Sao Paulo in der 86. Minute gewann Brasilien am Mittwoch in Belo Horizonte das hartumkämpfte Halbfinale gegen den Erzrivalen Uruguay mit 2:1 (1:0) und trifft nun am Sonntag im legendären Maracana-Stadion von Rio de Janeiro auf den Gewinner des Duells zwischen Weltmeister Spanien und Italien. Vor 57 483 Zuschauern im Stadio Mineirao musste der WM-Gastgeber um den fünften Einzug in ein Confed Cup-Endspiel aber lange bangen, nachdem Edinson Cavani (48.) die brasilianische Führung durch Fred (41.) ausgeglichen hatte.

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Brasiliens Torwart Julio Cesar hielt nach einer knappen Viertelstunde einen Foulelfmeter von Diego Forlan. «Ich bin zufrieden, in einem wichtigen Moment des Spiels der Mannschaft geholfen zu haben. Dann haben alle meinen Namen gerufen, das war wunderbar. Aber das Wichtigste ist, dass wir das Finale erreicht haben», sagte er . «Wir akzeptieren die Niederlage, wir haben gegen eine große Mannschaft verloren, die zu Hause gespielt hat», erklärte Uruguays Trainer Oscar Tabárez.

Während des Spiels protestierten in Belo Horizonte erneut mindestens 50 000 Menschen gegen Korruption und soziale Missstände in Brasilien. Einige Demonstranten versuchten sogar, in die Sperrzone um die Arena vorzudringen.

Nach dem souveränen Siegeszug in den Gruppenspielen lastete im Duell gegen den südamerikanischen Erzrivalen großer Druck auf der Elf von Trainer Scolari. Die Gastgeber zeigten viel Respekt vor dem Gegner und fanden lange Zeit nicht zu ihrem gefürchteten Kombinationswirbel. Auch von Superstar Neymar ging kaum Gefahr aus. Der 57-Millionen-Euro-Neuzugang des FC Barcelona verlor gegen die bissige Abwehr der Uruguayer viele Zweikämpfe, leistete dann aber doch die Vorarbeit zum Führungstor.

Nach knapp einer Viertelstunde durfte sich die Seleção sogar bei ihrem Torwart Cesar bedanken, dass sie nicht erstmals im Turnier in Rückstand geriet. Der Schlussmann parierte einen Foulelfmeter von Forlan (14.), nachdem der von einer Oberschenkelprellung genesene David Luiz Uruguays Abwehrchef Diego Lugano im Strafraum zu Boden gerissen hatte.

Auf die erste brasilianische Chance mussten die erwartungsvollen Fans sogar bis zur 28. Minute warten. Dann setzte sich Hulk nach Zusammenspiel mit Oscar im Strafraum durch, wurde aber beim Schuss bedrängt und setzte den Ball weit über das Gehäuse. Nachdem auf der Gegenseite Forlan mit einem Drehschuss den Kasten deutlich knapper verfehlt hatte (30.), gab es erstmals beim Confed Cup zaghafte Pfiffe für die Hausherren.

Vier Minuten vor der Pause schlug der Unmut in Begeisterung um, als Fred die Gelbhemden im Nachsetzen mit seinem dritten Turniertor in Führung brachte. Zuvor hatte Uruguays Schlussmann Fernando Muslera einen Heber von Neymar nur in die Mitte abklatschen können. Nach einer Fehlerkette im eigenen Strafraum war die Führung für Brasilien aber schon drei Minuten nach Wiederbeginn wieder dahin. Cavani gelang das 1:1, nachdem ihm Thiago Silva und David Luiz ihm den Ball förmlich aufgelegt hatten.

In einer nun völlig offenen Partie versuchte der WM-Vierte von 2010 nachzusetzen. In der 66. Minute flog ein Kopfball von Luis Suarez knapp über das Tor. Wenig später meisterte Muslera einen Schuss von Neymar (69.). Erst vier Minuten vor dem Ende erlöste Paulinhos Kopfball die Gastgeber.

Vor der Partie war in einer Schweigeminute des vor exakt zehn Jahren beim Confed Cup in Frankreich gestorbenen Marc-Vivien Foé gedacht worden. Der Nationalspieler aus Kamerun war am 26. Juni 2003 in der Begegnung gegen Kolumbien ohne Fremdeinwirkung zusammengebrochen und noch im Stadion gestorben.