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Mehrere Verletzte in London Underground

18 Verletzte bei Anschlag mit selbstgebauter Bombe in Londoner U-Bahn

Augenzeugen berichten von einem lauten Knall in einer Londoner U-Bahn und einer "Flammenwand". Medien zufolge haben mehrere Menschen Verbrennungen erlitten.

Lagebesprechung Londoner Polizei
Polizisten während einer Lagebesprechung in der Nähe der U-Bahn-Station Parsons Green. Foto: Dominic Lipinski (dpa)

+++ 13.30 Uhr: Auch der Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, drückte den Opfern sein Mitgefühl aus. "Terrorismus kennt keine Grenzen und wird besiegt, indem man zusammenarbeitet", erklärte Tajani auf Twitter. Auch die Bundesregierung äußerte zuvor ihre Besorgnis.

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+++ 13.12 Uhr: Auch Trump äußert sich auf Twitter zu Wort: Er bezeichnet Terroristen wie die in London als Verlierer ("loser") und ruft zu einem härteren Umgang mit solchen auf. In einem zweiten Tweet schreibt er, das Internet sei das wichtigste Rekrutierungswerkzeug der Terroristen: Es müsse "abgeschnitten und besser genutzt" werden. Bei den Terroristen handle es sich um kranke und verrückte Leute, die die Polizei von Scotland Yard bereits im Auge gehabt habe. "Müssen proaktiv sein!", schreibt Trump.

+++ 12.57 Uhr: Die Explosion heute Morgen ist durch eine selbstgebaute Bombe verursacht worden. Das teilt der Chef der Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei, Mark Rowley, bei einer Pressekonferenz mit.

+++ 12.43 Uhr: London wird immer wieder Ziel von Terroranschlägen: Chronik der fatalen Anschläge diesen Jahres.

+++ 12.40 Uhr: Außenminister Boris Johnson ruft die Menschen auf, Ruhe zu bewahren. "Leider habe ich nur eingeschränkte Informationen und es ist im Moment sehr wichtig, nicht zu spekulieren", sagte Johnson dem Nachrichtensender "Channel 4 News". "Alle sollten die Ruhe bewahren und ihren Alltag ganz normal fortsetzen, so normal wie es irgendwie geht."

+++ 12.26 Uhr: 18 Menschen wurden bei der Explosion verletzt und in Krankenhäuser gebracht, teilte der Londoner Rettungsdienst auf Twitter mit. Keiner der Verletzten sei in einer ernsten oder lebensgefährlichen Lage.

+++ May beruft Kristenstab ein

Inzwischen hat die britische Premierministerin Theresa May den nationalen Krisenstab zu einer Sitzung einberufen.

+++ 12.20 Uhr: Die Polizei teilte mit, mehrere Menschen seien bei einem Feuer am Morgen in einem Zug verletzt worden. Noch sei es aber zu früh, um zu bestätigen, was den Brand ausgelöst habe.

+++ 12.15 Uhr: Ein Zeugin namens Emma sagte dem Sender BBC 5: "Ich lief die Treppen runter. Nach einer Weile stapelten sich die Menschen übereinander, weil einige beim Laufen hingefallen waren." Eine Mann namens Luke sagte dem Sender: "Es hat sich angefühlt, als würden wir um unser Leben laufen."

+++ 11.29 Uhr: Die Londoner Polizei geht bei der Explosion in einem Londoner U-Bahn-Zug von einem Terroranschlag aus. Sie stuft ihn als "terroristischen Akt" ein.

 

Bericht:

In einem vollbesetzten U-Bahn-Waggon in London hat es nach Medienberichten am Freitagmorgen eine Explosion gegeben. Die Metro-Haltestelle Parsons Green wurde gesperrt, der Zugverkehr teilweise unterbrochen, wie die Polizei mitteilte.

Beamte seien vor Ort und zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, teilte der Londoner Ambulanz-Service mit. Der Sender BBC berichtete von mehreren Verletzten mit Verbrennungen.

In sozialen Medien kursierte ein Bild von einem weißen Eimer, der angeblich eine kleine Explosion ausgelöst haben soll. Aus dem Eimer hingen Drähte. Die Polizei bestätigte die Echtheit des Fotos noch nicht. Augenzeugen sprachen von einem lauten Knall und einer "Flammenwand", die sich in dem U-Bahn-Waggon ausgebreitet haben soll. Die Menschen seien in Panik aus der U-Bahn-Station geflohen. Der Vorfall soll sich gegen 8.20 Uhr Ortszeit (9.20 Uhr MESZ) ereignet haben.

Video und Fotos vom Ort der Explosion:

 

Live Stream von der U-Bahn-Station:

 

Alle Bilder des Tages in London in unserer Galerie:

dpa / th