13 Politiker bewerben sich um das Direktmandat im Wahlkreis 225

Bildtext einblenden
Sie alle wollen nach Berlin in das Reichstagsgebäude: 13 Politiker bewerben sich im Wahlkreis 225 Traunstein um das Direktmandat für den Bundestag. Foto: dpa

Dr. Peter Ramsauer (CSU) hat in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land diesmal mehr Konkurrenz als vor vier Jahren.


13 Politiker bewerben sich bei der Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, um das Direktmandat im Wahlkreis 225 Traunstein, der die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land umfasst. Wieder ins Rennen um die Fahrkarte nach Berlin geht Dr. Peter Ramsauer von der CSU, der die Bürger in der Region seit 1990 im Parlament vertritt. Auf der langen Liste der Herausforderer stehen: Dr. Bärbel Kofler (SPD), Joachim Bernshausen (AfD), Patrick Weiß (FDP), Wolfgang Ehrenlechner (Bündnis 90 / Die Grünen), Leon Buchwald (Die Linke), Andrea Wittmann (Freie Wähler), Bruno Sigl-reitmaier (ÖDP), Stefan Glas (Bayernpartei), Marie Stefan (Die Partei), Martin Hartmann (Basisdemokratische Partei Deutschlands) , Sebastian Oberholzner (Liberal-Konservative Reformer) und Felicitas Englisch (Bürger für Freiheit und Rechtsstaat).

Die Konkurrenz ist für Ramsauer diesmal stärker als noch vor vier Jahren. 2017 hatte er lediglich sieben Mitbewerber, die ihm das Direktmandat streitig machten. Doch wie damals gilt auch heute wieder: Einmal mehr geht der CSU-Politiker aus Traunreut als klarer Favorit ins Rennen.

Die rund 210 000 Stimmberechtigten im Wahlkreis 225 sind aufgerufen, am 26. September zwei Kreuzchen zu machen: Mit der Erststimme wählen sie den Kandidaten, der direkt aus der Region Traunstein und Berchtesgaden nach Berlin fährt. Wer von den Politikern, die zur Wahl stehen, die relative Mehrheit bekommt, ist der strahlende Gewinner und erhält für die Dauer der neuen Legislaturperiode – sie geht von 2021 bis 2025 – Sitz und Stimme im Bundestag, der in Berlin im alten Reichstagsgebäude zusammenkommt. Mit der Zweitstimme wählen die Bürger die Partei und legen damit fest, wer wie viele Sitze im Parlament erhält. Der Zweitstimme wird besonders viel Bedeutung eingeräumt, weil sie über die Zusammensetzung des Bundestags entscheidet – und damit in der Regel auch, wer die stärkste Fraktion bildet und die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler stellt.

Wie schon seit 1990 möchte Peter Ramsauer die Bürger in der Region Traunstein und Berchtesgaden auch in den nächsten vier Jahren im Bundestag vertreten. Und wie Ramsauer bewirbt sich auch Kofler aus Traunstein wie schon 2017 wieder um das Direktmandat. Wie in vorausgegangenen Wahlentscheidungen verpasste sie 2017 den direkten Einzug in den Bundestag, doch über die Liste schaffte sie dann erneut den Sprung ins Parlament. Allein Ramsauer und Kofler gehen wieder ins Rennen, alle anderen Politiker, die 2017 ihren Hut in den Ring geworfen hatten, sind nun nicht mehr mit von der Partie. Ein Kandidat wäre gerne wieder angetreten, durfte dann aber nicht: Hansjörg Müller von der AfD hatte vor vier Jahren über die Liste Sitz und Stimme im Bundestag bekommen. Auch diesmal wieder hatte er sein Interesse bekundet, die Politik in der Bundeshauptstadt mitgestalten zu wollen, doch seine Partei machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die Mitglieder der AfD-Kreisverbände Traunstein und Berchtesgadener Land nominierten nicht Hansjörg Müller, sondern Joachim Bernshausen.

Das Direktmandat im Wahlkreis Traunstein hatte sich Peter Ramsauer 2017 mit deutlichem Vorsprung geholt. Am 24. September 2017 vereinigte er 50,3 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich. Hinter ihm folgten Bärbel Kofler mit 16,1 Prozent und Hansjörg Müller mit 10,2 Prozent. pü

Die Kurzportäts der einzelnen Kandidaten lesen Sie in der Samstagsausgabe (11. September) des Traunsteiner Tagblatts und des Berchtesgadener Anzeigers.