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121 Bundestags-Abgeordnete setzen sich für Pussy Riot ein

Berlin (dpa) - Mit einem gemeinsamen Brief haben sich mehr als hundert Bundestagsabgeordnete aus allen Parteien für drei Frauen der russischen Punkband Pussy Riot eingesetzt, denen mehrere Jahre Haft drohen.

Trittin
Jürgen Trittin hat zusammen mit 120 weiteren Bundestagsabgeordneten einen Brief an den russischen Botschafter geschrieben, um gegen die Verhaftung der russischen Künstlerinnen von Pussy Riot zu protestieren. Foto: Philipp Schulze / Archiv Foto: dpa

In dem Schreiben an den russischen Botschafter in Berlin, Wladimir Grinin, äußerten sich die insgesamt 121 Abgeordneten am Dienstag besorgt über das Gerichtsverfahren gegen die Band. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor.

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«Die mehrmonatige Untersuchungshaft und die hohe Strafandrohung empfinden wir als drakonisch und unverhältnismäßig», heißt es in dem Schreiben. «In einem säkularen und pluralistischen Staat dürfen friedliche Kunstaktionen - auch wenn sie als provokant empfunden werden können - nicht zu dem Vorwurf eines schweren Verbrechens und langzeitigen Verhaftungen führen.»

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die beiden Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin, die Fraktionsvize Michael Meister (CDU) und Ulrich Kelber (SPD) sowie die frühere FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger. Für die Linkspartei hat unter anderem die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Luc Jochimsen unterschrieben.

Schreiben im Original

Chamowniki-Gericht

Unterstützerseite für Pussy Riot