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1:1 gegen Hamburg: Wolfsburger Vormarsch gebremst

Wolfsburg (dpa) - Der VfL Wolfsburg musste sich im Nordderby zum Auftakt des 14. Spieltages mit einem 1:1 (1:1) gegen den Hamburger SV begnügen und verpasste die Chance, nach Punkten zum Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach aufzuschließen.

VfL Wolfsburg – Hamburger SV
Der Wolfsburger Naldo (r) kommt vor dem Hamburger Pierre-Michel Lasogga an den Ball. Foto: Dominique Leppin Foto: dpa

Ein Fehler von Torhüter Diego Benaglio hat die Wolfsburger auf ihrem Vormarsch Richtung Champions-League-Platz gebremst. Vor 26 648 Zuschauern in der Volkswagen-Arena glich Ricardo Rodriguez (31./Foulelfmeter) die Hamburger Führung durch Hakan Calhanoglu (19.) aus. In der Schlussphase war der HSV bei einem Lattenschuss von Ivo Ilicevic (85.) dem zweiten Treffer deutlich näher als die Gastgeber.

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Die Wolfsburger blieben zwar zum sechsten Mal in Serie ungeschlagen, waren aber am Ende fast stehend k.o. und hatten mehr als einmal das Glück auf ihrer Seite. «Wir haben zwei Punkte liegen gelassen. Wir hätten es hoch verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen», bedauerte HSV-Trainer Bert van Marwijk im TV-Sender Sky. «Hamburg hat immer mehr Druck gemacht», wunderte sich Maximilian Arnold. «Wir können uns am Ende beim Aluminium bedanken, dass wir noch einen Punkt geholt haben.» Von einer «gerechten Punkteteilung» sprach VfL-Coach Dieter Hecking.

Daniel Caligiuri entpuppte sich als starker Diego-Vertreter und kurbelte das Spiel seiner Mannschaft unermüdlich an. Im Abschluss blieb er ebenso wie seine Nebenleute glücklos. Auf der Gegenseite gelang es Calhanoglu erneut, den verletzten Regisseur Rafael van der Vaart gleichwertig zu ersetzen. Eine völlig unauffällige Vorstellung lieferte dagegen HSV-Toptorjäger Pierre-Michel Lasogga, auf den auch der VfL Wolfsburg ein Auge geworfen hat. Die Hertha BSC-Leihgabe vergab in der 30. Minute die Riesenchance zum 0:2.

Auf regennassem Boden bemühten sich die Wolfsburger von Beginn an um druckvolles Spiel. Allen voran der frühere HSV-Profi Ivica Olic war ein ständiger Unruheherd für die Abwehr der Hanseaten, zwingende Aktionen vor dem Tor der Gäste blieben allerdings Mangelware. Wie aus dem Nichts gingen die Hamburger dann in der 19. Minute in Führung: Der schlecht postierte Diego Benaglio im Wolfsburger Tor ließ sich von einem Freistoß von Calhanoglu aus 38 Metern überraschen. Der Ball klatschte von der Latte gegen den Kopf des Schlussmanns und von dort hinter die Linie. «Das ging auf meine Kappe», gestand der Keeper.

Die Hausherren antworteten mit wütenden Attacken auf den überraschenden Rückstand, doch zum verdienten Ausgleich benötigten sie einen Strafstoß. Als Heiko Westermann im 16-Meter-Raum Caligiuri von den Beinen holte, bewies der Schweizer Rodriguez Nervenstärke vom Punkt und traf mit seinem zweiten Saisontor zum 1:1. Sekunden zuvor hatte Lasogga auf der Gegenseite das sicher scheinende zweite Tor für den HSV vergeben, als er den Ball nach Zuspiel von Tolgay Arslan frei vor Benaglio am Kasten vorbei setzte. «Da ist mir der Ball über den Schlappen gerutscht», räumte Lasogga nach Spielende ein.

Ein Distanzschuss von Calhanoglu (46.) gab das Startsignal zu intensiven zweiten 45 Minuten, in denen der VfL das spielbestimmende Team blieb, aber leichtfertig mit seinen Chancen umging. Caligiuri (47./55.) ließ sich zweimal zu weit nach außen abdrängen und scheiterte jeweils aus spitzem Winkel an HSV-Torhüter Rene Adler. Danach wurde der HSV stärker. Glück hatten die Gastgeber in der 71. Minute, als Schiedsrichter Felix Brych dem HSV nach einem Rempler von Patrick Ochs gegen Arslan den eigentlich fälligen Elfmeter versagte. Als van Marwijks Elf in der Schlussphase richtig aufdrehte, bot sich Calhanoglu (75.) per Freistoß sogar die Gelegenheit zum 1:2, doch diesmal war Benaglio auf dem Posten.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 58,7 - 41,3

Torschüsse: 20 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 55,2 - 44,8

Fouls: 16 - 12

Ecken: 2 - 3

Quelle: optasports.com