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Foto von der Eröffnung 2011: Dr. Thomas Birner, Engelbert Sellmaier, Roland Richter, Landrat Georg Grabner, Schulleiter Gym. BGD Otto Kamplade, Wolfgang M. Heckl, vorne: Ministerpräsident Horst Seehofer, TU Präsident Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann

10 Jahre Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land – Es ist ein ganz besonderes Jahr für ein Projekt, das die Bildungslandschaft im Berchtesgadener Land nachhaltig bereichert hat. Am 2. Dezember 2011 konnte das Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land erstmals seine Türen öffnen. Seither sind zehn Jahre vergangen, in denen unzählige Kinder und Jugendliche Einblicke in die Welt der Natur- und Ingenieurswissenschaften, Informatik und Technik bekommen haben, sich für anspruchsvolle wissenschaftliche Projekte begeistern ließen und Erfolge bei MINT-Wettbewerben wie „Jugend forscht“ feiern durften. Immer begleitet von dem engagierten Team rund um das Schülerforschungszentrum.


Dabei war gerade am Anfang oft viel Improvisationstalent und Kreativität erforderlich – wie sich die Mitarbeiter der ersten Stunde noch erinnern. Doch das ehrgeizige Projekt hatte zahlreiche Unterstützer: Der Markt Berchtesgaden, die Technische Universität München (TUM), die Berchtesgadener Landesstiftung und der Landkreis Berchtesgadener Land finanzierten die ersten Schritte. Sie schlossen sich mit Unternehmen und verschiedenen Institutionen zu einem Trägerverein für das Schülerforschungszentrum zusammen. Gefördert wurde das Projekt außerdem durch das EU-Programm „LEADER“ und die Telekom-Stiftung.

Pünktlich zur Fertigstellung eines weiteren Meilensteins in der Entwicklung des Schülerforschungszentrums – der neuen Werkstatt mit zukunftsweisenden Maschinen und Geräten – wurde 2013 auch diese Kooperation neu gestaltet. Der Landkreis Berchtesgadener Land übernahm die Trägerschaft und die TUM die wissenschaftliche Leitung. Aus dem Trägerverein wurde ein Förderverein unter Vorsitz von Engelbert Sellmaier und Heinz Quittenbaum, die die Einrichtung auch heute noch unterstützen.

„Das Schülerforschungszentrum ist ein bedeutender Ort des Lehrens und Lernens geworden, der sich über die Jahre als feste Größe in der Bildungswelt des Berchtesgadener Lands etabliert hat“, würdigt Landrat Bernhard Kern die Bedeutung der Einrichtung zum 10. Jubiläum.

Schulklassen erhalten hier einen ersten Einblick in die MINT-Bereiche und arbeiten in Seminaren und Projekten auch mit Wirtschaftsunternehmen zusammen. Die Palette der regelmäßigen Clubs für unterschiedliche Altersstufen reicht von Zahlen und Programmieren über Robotik und Technik bis zu Bienen und Ökosystemen. Mehrtägige Camps, wie die MINT Akademie, das TECHNIK CAMP oder die ChemieTage, bieten den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, intensiv in die Materie einzutauchen. „Für ihr Engagement danke ich allen Akteuren, Unterstützern, den Lehrkräften aber auch der TUM mit der wissenschaftlichen Leiterin Frau Prof. Dr. Nerdel sowie dem gesamten Vorstand des Fördervereins als bedeutendem und stetigem Begleiter der Einrichtung.“ , so Landrat Kern.

Blick nach vorne im Jubiläumsjahr

Die Corona-Pandemie hat das Schülerforschungszentrum vor große Herausforderungen gestellt, aber auch Neues entstehen lassen. Formate wie die Wissenschaftsgespräche, ein interaktiver Familienwanderweg, themenbezogene Workshops und die „MINTdahoam“-Projekte erreichen die Kinder und Jugendlichen direkt bei ihnen zu Hause.

Um den Anforderungen von Online-Angeboten und hybriden Lehr-Lernformaten in allen MINT-Bereichen gewachsen zu sein, investiert das Schülerforschungszentrum aktuell in die Ausstattung zur digitalen Lehre. Denn der Blick nach vorne geht auch im Jubiläumsjahr nicht verloren. Hybride Formate – eine Kombination von Online- und Präsenz-Teilen – sollen ein neuer Standard werden, um den Präsenzaufenthalt am Schülerforschungszentrum ganz den Forschungsprojekten widmen zu können. 2022 wird das Team mit vier neuen Mitarbeiter/-innen verstärkt. Als zusätzliche Schwerpunkte sollen Themen wie Klima, Umwelt und Künstliche Intelligenz fächerübergreifend etabliert werden. Doch nicht nur der Nachwuchs soll gefördert werden, auch die Fortbildungen für Lehrkräfte werden ausgebaut.

„Unser Angebot wird durch die geplanten Neuerungen somit deutlich umfassender – quantitativ, inhaltlich und strukturell, wie auch in seiner Reichweite“, erklärt Geschäftsführer Christoph Geistlinger. „Kinder und Jugendliche nachhaltig für MINT begeistern, das war und ist das vorrangige Ziel des Schülerforschungszentrums. Mit unseren neuen Konzepten und Ideen sichern wir das auch in Zukunft.“

Viele weitere Informationen rund um das Schülerforschungszentrum gibt es online unter www.schuelerforschung.de

fb/red