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Tina Christmann darf in diesem Jahr nicht rudern

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Tina Christmann
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Tina Christmann trainiert viel. Deshalb ist sie nun traurig, dass sie bei dem berühmten Bootsrennen nicht antreten kann. Foto: Philip Dethlefs/dpa Foto: dpa

Jedes Jahr schauen viele Menschen in London zu, wenn auf dem Fluss Themse ein berühmtes Bootsrennen stattfindet. Auch eine junge Frau aus Deutschland wollte an diesem Wochenende mitrudern. Doch wegen des Coronavirus muss das Rennen diesmal ausfallen.


Tina Christmann ist traurig. Eigentlich wollte sie am Wochenende bei einem berühmten Bootsrennen in London im Land Großbritannien mitmachen. Jedes Jahr treten die Ruderteams der Universitäten Oxford und Cambridge auf dem Fluss Themse gegeneinander an. Tina und ihr Team haben dafür viele Monate trainiert. Aber wegen des Coronavirus muss das Rennen in diesem Jahr ausfallen.

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»Die Entscheidung finde ich sehr verständlich«, sagt Tina, »weil das Ansteckungsrisiko zu groß ist.« Jedes Jahr lockt das Rennen nämlich viele Zuschauer an den Fluss. Manchmal stehen mehr als 250 000 Menschen am Ufer. Das sind ungefähr so viele Leute, wie in vier große Fußballstadien passen. Aber wegen des Coronavirus sollen die Menschen jetzt auch in Großbritannien zu Hause bleiben.

Dabei ist Tina am liebsten draußen. Als sie elf Jahre alt war und zur Schule ging, ist Tina zum ersten Mal gerudert. Das fand sie toll. »Während der Grundschule war ich nie supersportlich«, sagt sie. »Aber ich habe dann etwas gefunden, wofür ich wirklich brenne.«

Weil Tina das Rudern so viel Spaß machte, trainierte sie immer mehr. »Ich habe da extrem viel Zeit reingesteckt«, erzählt sie und lacht. »Einmal hatte ich einen kleinen Streit mit meiner Mutter, und sie hat mir Hausarrest gegeben. Aber ich bin ausgebrochen, damit ich zum Training konnte.« Durch das Training wurde Tina so gut, dass sie sogar in die deutsche Ruder-Nationalmannschaft aufgenommen wurde.

Heute ist sie 24 Jahre alt und studiert an der Universität Oxford in Großbritannien. Sie ist die Präsidentin des Frauen-Ruderclubs der Uni. Das Rennen auf der Themse ist für sie das wichtigste Ereignis im Jahr. Es findet schon seit fast 200 Jahren regelmäßig statt.

Auf das Rennen müssen sich die Sportler acht bis neun Monate vorbereiten. »Wir trainieren jeden Tag zweimal, einmal früh morgens gegen 6 Uhr und einmal am Nachmittag«, sagt Tina. Dafür steht sie morgens schon früh um 5:30 Uhr auf. Nur montags wird nicht trainiert. In ihrem Boot sitzen insgesamt acht Ruderinnen und eine Steuerfrau. Nur die besten Rudererinnen können mitfahren.

Allen, die im Rudern so erfolgreich sein wollen wie sie, empfiehlt Tina, fleißig und zielstrebig zu sein. »Ich war extrem diszipliniert. Ich wollte immer ein paar Kilometer mehr fahren als die anderen«, sagt sie. »Ich war nicht sofort gut im Rudern, das hat gedauert.«

Tinas Tipp: Nicht gleich aufgeben, falls es nicht klappt, sondern weiter üben. »Dann macht es auch richtig Spaß.« Und im nächsten Jahr findet das berühmte Bootsrennen hoffentlich auch wieder statt.


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