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Zweitligist Burghausen will die Meisterschaft perfekt machen

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Die jungen Ringer wie Traunsteins Daniel Flemmer, der hier einen erfolgreichen Kopfzug gegen den Burghauser Patrick Taran zog, müssen zum Abschluss auch nochmal auf die Matte, die Entscheidungen sind aber bereits gefallen. (Foto: Wittenzellner)

Saisonfinale bei den Ringern: Die Mannschaften in den bayerischen Ligen beenden die seit Anfang September dauernde Saison mit dem 14. Kampftag. Nur die Erst- und Zweitligisten müssen noch eine Runde »nachsitzen« und haben einen weiteren Kampftag, bevor dann in den kommenden Wochen die Entscheidung fällt, wer sich künftig der aus beiden Ligaklassen zusammengestellten Bundesliga anschließt oder den Gang in die jeweiligen Landesklassen antritt. Dabei steht über dem Ganzen noch die Frage, ob sich die Rebellen durchsetzen, die gegen den Deutschen Ringer-Bund opponieren und eine eigene Profiliga fordern. Das letzte Wort scheint also noch nicht gesprochen, wie es in den obersten Klassen in Deutschland weitergeht.


II. Bundesliga Süd: Meister Burghausen läuft zum Schaulaufen auf. Mitspielen soll dabei der TSV Westendorf, der zwar zu Hause im Allgäu eine Macht ist, auswärts aber schwächer auftritt und auch vor eigenem Publikum mit 13:17 das Nachsehen gegen Burghausens Truppe hatte, die wohl auch im kommenden Jahr versuchen wird, Ringer aus der Region an die Salzach zu locken. Der Meistertitel ist für die Truppe um Trainer Alexander Schrader aber noch nicht eingetütet, der Status der Unbesiegbarkeit fiel etwas überraschend vergangene Woche gegen Freiburg.

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Der SC Anger erwartet in eigener Halle den ASV Urloffen. Die Südbadener gingen als Sieger in der Vorrunde hervor, in eigener Halle will der SCA den Spieß umdrehen, hinterher soll gefeiert werden. Und auch für den SCA steht die Frage im Raum, ob man sich der zusammengewürfelten Bundesliga im kommenden Jahr anschließen will. Den vielen Gerüchten dürfte in zwei Wochen nach dem offiziellen Meldeschluss zur Bundesliga ein Ende bereitet werden. Der SV Untergriesbach steigt chancenlos in die Oberliga ab. Oberligameister ASC Bindlach ist von der Aufstiegspflicht befreit.

Bayernliga: Der TV Traunstein tritt nach einer ordentlichen Saison beim Oberligaabsteiger AC Penzberg an, den der TVT in eigener Halle in der Vorrunde souverän mit 27:10 heimgeschickt hatte. Bei den Werdenfelsern dürfte es ungleich schwerer werden. Trotzdem rechnet sich der TVT Außenseiterchancen aus, wenngleich die Aufstellung verletzungsbedingt am Samstag nicht einfach ist. »Die Saison ist gut gelaufen. Für das nächste Jahr arbeiten wir an unseren Schwachstellen«, betont TVT-Cheftrainer Peter Stefanov. Umkämpft war lange Zeit der 3. Platz mit dem Aufsteiger TSV Berchtesgaden, der für die Liga eine echte Bereicherung ist – nicht zuletzt auch aufgrund des Rekordkulissen-Derbys mit Traunstein. Berchtesgaden steht beim TSC Mering vor einer lösbaren Aufgabe und dürfte die Saison am Ende als Tabellendritter beenden.

Landesliga Süd: Meister Anger II präsentiert sich vor eigenem Publikum gegen den ESV München-Ost, der wohl den Gang in die nächsttiefere Liga durch seinen letztwöchigen Sieg gegen Trostberg gerade noch vermieden hat. Anger II hat durch einen Aufstellungsfehler den letztwöchigen Sieg gegen den TSV Aichach nachträglich aberkannt bekommen, da die Angerer zu viele Ringer aus der Ersten Mannschaft aufgestellt hatten. Anger II kann sich aber trotzdem in Ruhe auf die kommenden Aufstiegskämpfe gegen den SC Nürnberg 04 vorbereiten. Der Nordmeister dürfte – insbesondere unter Einsatz diverser Angerer bundesligatauglicher Ringer – begrenzte Chancen auf den erhofften direkten Bayernligaaufstieg haben.

Nach einem Jahr Landesliga wird der TSV Trostberg voraussichtlich den Gang in die nächsttiefere Liga, die Gruppenoberliga, antreten müssen, nachdem die Trostberger sich am vergangenen Wochenende im Kellerduell gegen München-Ost geschlagen geben mussten. Die Traurigkeit hält sich bei der Zenz-Staffel vor dem Hintergrund der extrem verjüngten Mannschaft aber in Grenzen. Der Kampf gegen den TSV Westendorf II könnte damit der letzte Landesligakampf für die Alzstädter sein.

Gruppenliga Süd: Die Saison schließt auch Berchtesgadens Zweite Mannschaft ab, die mit einer Mischung aus jungen und zum Teil auch eher unerfahrenen Ringern im vorderen Feld der Gruppenliga mitmischt und sich vor eigenem Publikum ebenfalls großen Zuspruchs erfreut. Gegen Merings Zweite sollte ein Sieg gelingen.

Gruppenliga Mitte: Ausgeglichen ist das Leistungsniveau der Reservemannschaften aus Regensburg und Burghausen. Der Hinkampf endete mit einem Unentschieden, auswärts ist der SVW aber in der Außenseiterrolle.

Grenzlandliga: Letzte Runde auch für die Nachwuchsringer in der Grenzlandliga. Die Würfel sind weitgehend gefallen. Wals ist als Meister souverän davongeeilt, Olympic Salzburg Zweiter und Anger Dritter. Dahinter stehen Traunstein und Burghausen, aufstrebende Berchtesgadener, Vigauner und Anschluss suchende Trostberger.

Österreichische Bundesliga: Die Liga ist mit dem großen Finalkampf am vergangenen Samstag zwischen dem AC Wals und dem KSK Klaus beendet. Die Vorarlberger wurden Meister, verletzungsbedingt geschwächte Walser mussten sich mit dem 2. Platz begnügen. Pläne sehen vor, die Liga im kommenden Jahr aufzustocken. awi