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Zweiter Rennsieg für Peter Mayerbüchler

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Peter Mayerbüchler hat in Cheb seinen zweiten Rennsieg gefeiert – und will nun auch die Österreichische Meisterschaft gewinnen. (Foto: Supermoto-Hobbyfotografie)

Peter Mayerbüchler hat bei den Supermoto-Rennen im tschechischen Cheb, die zur Österreichischen Staatsmeisterschaft zählen und im Rahmen des Grenzland-Cups ausgetragen wurden, seinen zweiten Rennsieg in der »Königsklasse« S 1 Prestige eingefahren. Im zweiten Rennen stürzte der Inzeller zwar, belegte am Ende aber dennoch den 3. Platz.


Noch erfolgreicher war das Wochenende für den Oberteisendorfer Nachwuchspiloten Thomas Hiebl: In der Klasse S-3-Junioren gewann er beide Rennen – für ihn waren es die Siege fünf und sechs. Filip Zika (Tschechien) wurde zweimal Zweiter, beide 3. Plätze gingen an den Österreicher Martin Unterrainer. Für die Fridolfingerin Nicole Köberle gab es zwei 10. Plätze, was auch Rang zehn in der Tageswertung bedeutete.

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Maria Eschlberger vom AMC Freilassing verpasste als Vierte und Fünfte jeweils das Podest, in der Tageswertung wurde sie Vierte hinter dem Spitzentrio, das auch in der Meisterschaftswertung vorne liegt: Thomas Hiebl hat bisher alle Rennen der Serie gewonnen und führt so auch die Meisterschaftswertung mit 150 Punkten und einem Vorsprung von 22 Zählern auf Filip Zika an. Dritter der Gesamtwertung ist Martin Unterrainer (116 Punkte).

Peter Mayerbüchler liegt in der Meisterschaftswertung der Klasse S 1 Prestige derzeit auf dem 2. Rang – punktgleich (124) mit dem Tschechen Erik Provaznik. Die Wertung führt der Österreicher Bernhard Hitzenberger (132) an, der in Cheb die Plätze mit Peter Mayerbüchler tauschte: Er wurde zunächst Dritter und holte den Sieg im zweiten Rennen. Erik Provaznik wurde jeweils Zweiter. Kevin Zahorak vom AMC Feilassing wurde zweimal Neunter, sein Vereinskollege Ludwig Eschlberger belegte zweimal den 11. Platz

Peter Mayerbüchler ging auf einer seiner »Lieblingsstrecken« vom 4. Startplatz ins Rennen – und dabei lief es zunächst nicht wie erhofft: »Ich habe keinen guten Start erwischt und zunächst keinen guten Rhythmus gefunden«, berichtet der 24-Jährige, der aber vom großen Offroad-Anteil der Strecke profitierte: »Nach ein paar Runden wurde ich immer schneller und konnte alle meine Konkurrenten im Laufe des Rennens im Offroad-Teil überholen.«

Er setzte sich sogar noch von seinen Konkurrenten ab und fuhr als Erster über die Ziellinie – bereits zum Auftakt der Meisterschaft hatte Peter Mayerbüchler einen Sieg geholt.

Entsprechend motiviert ging der Inzeller auch ins zweite Rennen des Tages. Dabei erwischte er einen besseren Start und lag auf Rang zwei. Doch als er nach ein paar Runden den Erstplatzierten überholen wollte, stürzte er: »Ich wollte mit etwas mehr Schwung aus einem Anlieger rausfahren«, beschreibt Peter Mayerbüchler die Szene. Dabei »rutschte mir das Hinterrad über den Anlieger und ich flog direkt über den Lenker. Auch das Bike schlug stark ein – mein Lenker und der Bremshebel waren verbogen.« Ihm selbst sei bei dem Sturz aber nichts passiert.

Deshalb ging für ihn die Jagd auf wichtige Meisterschaftspunkte gleich weiter. »Nach zwei Runden habe ich gemerkt, dass ich dennoch schnelle Rundenzeiten fahren kann.« Also versuchte der Inzeller, wieder nach vorne zu fahren – »was mir eigentlich noch sehr gut geglückt ist«.

Peter Mayerbüchler schloss wieder zum Führungsduo auf, hatte sogar die Hoffnung, noch weiter nach vorne zu kommen. »Als ich direkt am Führungsduo Anschluss gefunden hatte, winkte der Rennleiter das Rennen ab. Schade, eine Runde hätte ich noch gebraucht«, meint der Inzeller.

In der Tageswertung kam Peter Mayerbüchler so – punktgleich mit Tagessieger Bernhard Hitzenberger – auf den 2. Platz. »Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit meinen Rundenzeiten und auch den Rennen«, erklärt der Inzeller. »Trotzdem ärgert mich der Sturz, weil er nicht hätte sein müssen. Ich hätte noch ein paar Runden warten können, um die Führung zu übernehmen. Aber aus Fehlern lernt man.«

Immerhin geben ihm die guten Ergebnisse nun nicht nur Selbstvertrauen für die nächsten Rennen im tschechischen Pisek am 22. und 23. August, sondern auch für das Meisterschaftsfinale. Letzteres wird am 12. und 13. September ausgetragen und ist vom ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Melk ins österreichische Fuglau verlegt worden. »Auf alle Fälle weiß ich jetzt, dass ich einer der Titelanwärter dieser Saison bin«, sagt Peter Mayerbüchler. »Deshalb ist mein Ziel, die Österreichische Meisterschaft zu gewinnen.« Klar ist dem Inzeller aber auch: »Mir darf jetzt kein Fehler passieren und acht Punkte Rückstand muss ich ja auch noch aufholen.« jom

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