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Zweiter Platz und ein »Kindheitstraum«

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Schnell unterwegs war Markus Reiterberger auch auf der Langstrecke in Le Castellet.

Zwei Auftritte auf ungewohntem Terrain, zwei hervorragende zweite Plätze: Das ist die Bilanz von Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing).


Denn zunächst hatte er in Pfarrkirchen auf der Langbahn als Zweiter der B-Lizenz für Aufsehen gesorgt, zuletzt wurde er sogar in der Motorrad-Langstrecken-WM Zweiter.

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Er war vom Team Wepol BMW Motorrad by Penz13.com erst kurzfristig gefragt worden, ob er beim 24-Stunden-Rennen in Le Castellet (Frankreich) antreten wolle. »Eigentlich wollte ich kein 24-Stunden-Rennen mehr bestreiten. Aber die haben mir auch immer geholfen, das Team ist meine 'Zweitfamilie' im Rennsport, deshalb habe ich doch zugesagt«, so der 23-Jährige.

Der Fokus lag zuletzt auf Straßenrennen

Das Fahrertrio war kurzfristig zusammengestellt worden. Zwar fuhren sowohl Alex Polita (Superstock) als auch Danny Webb (ehemals Moto-3-WM) schon erfolgreich bei Rundstreckenrennen, doch zuletzt lag ihr Fokus gemeinsam mit dem Team auf Straßenrennen wie beispielsweise der Isle of Man.

»Aber wir haben es alle drei gut hinbekommen. Zwar hatten wir im Zeittraining Pech und sind nur als Elfte losgefahren, doch das ist bei solchen langen Rennen ja nicht so entscheidend«, weiß Reiterberger.

Er selbst fuhr den ersten Einsatz und brachte das Team auf den 4. Platz nach vorn. Als bei einem Boxenstopp der Motor nicht mehr ansprang (das Anlasser-Relais war defekt), fiel das Team auf den 72. Platz zurück. »Dann sind wir alle drei sehr konstante Zeiten gefahren und in die Top Ten vorgerückt.« Kurz vor dem Ende lag man auf Platz vier, »dann haben zwei Teams vor uns etwas Probleme bekommen und wir sind sogar noch Zweite geworden. Das ist der Hammer«, jubelt der junge Obinger – zumal das Rennen in Le Castellet neben dem Wettbewerb in Suzuka (Japan) »wirklich das größte in der Langstrecken-WM ist.«

In den vergangenen Jahren waren Reiterberger und das Team »häufig für Spitzenleistungen nicht belohnt worden. Jetzt hat es endlich geklappt, das freut mich umso mehr.«

Riesige Freude herrscht bei dem 23-Jährigen aber auch immer noch über seinen ersten Renneinsatz auf der Sandbahn. In Pfarrkirchen hatte er in der B-Lizenz »sogar die ersten zwei Läufe gewonnen, dann war ich zweimal Zweiter.« Gemeinsam mit B-Lizenz-Sieger Fabian Neid rückte er als B-Lizenz-Vertreter in den Finallauf um den Preis der Stadt Pfarrkirchen. Hier waren zudem die vier besten A-Lizenz-Fahrer am Start. »Ich bin sogar direkt neben Martin Smolinski gestartet«, freut sich der 23-Jährige. GP-Teilnehmer Martin Smolinski holte sich hier den Sieg, Reiterberger wurde Fünfter.

»Ich habe mir einen Kindheitstraum erfüllt«

»Ich habe mir einen Kindheitstraum erfüllt«, jubelte er. Schon bei der Vorbereitung habe er sehr viel Hilfe aus dem Lager der Langbahnfahrer bekommen, »und beim Rennen waren dann viele Freunde, Fans und mein Team aus der IDM da, um mich anzufeuern.«

Angefeuert wird er sicher auch bei seinem nächsten Einsatz. In der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) steht am Wochenende vom 29. September bis 1. Oktober das Saisonfinale in Hockenheim auf dem Programm. Reiterberger reist bereits als Deutscher Meister der Klasse Superbike an, möchte aber dennoch auch in den letzten zwei Läufen nochmals zwei Siege feiern. who

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