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Zweiter Gesamtsieg für Reiterberger

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Als bester Fahrer der internationalen BMW-Motorrad-Race-Trophy wurde Markus Reiterberger ausgezeichnet. Das Bild zeigt die Preisverleihung mit (von links): Marc Bongers (Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport), Markus Reiterberger und Uwe Geyer (Marketing Direktor BMW Motorrad Motorsport). (Foto: BMW Motorrad Motorsport)

Und noch ein Erfolg für Markus Reiterberger: Der Obinger Motorradrennfahrer wurde als Sieger der BMW-Motorrad-Race-Trophy 2017 ausgezeichnet, das heißt als bester BMW-Motorrad-Privatfahrer der Welt. Diesen Preis hatte er bereits 2014 gewonnen.


Heuer erreichte er die maximal mögliche Punktzahl von 500 Zählern. Platz zwei ging an Sébastien Le Grelle (Belgien), Vorjahressieger Jordan Szoke (Kanada) beendete die Trophy 2017 auf dem dritten Rang. »Herzlichen Glückwunsch an den Sieger Markus Reiterberger und alle erfolgreichen Teilnehmer an der Race Trophy 2017«, sagte Uwe Geyer, Marketing Direktor BMW Motorrad Motorsport.

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Reiterberger hatte sich nach seinem Ausstieg aus der Superbike-WM in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in der Klasse Superbike den Titel geholt. Und wie: Auf der BMW S 1000 RR des Van Zon-Remeha-BMW Superbike-Teams holte er trotz des kurzfristigen Einstiegs alle Polepositions und gewann 13 der 14 Saisonrennen. Sein »schlechtestes« Ergebnis war Platz zwei im ersten Lauf des Auftakts auf dem Nürburgring.

»Es war eine tolle Saison für mich, und der Sieg in der Trophy ist der perfekte Abschluss«, sagte Reiterberger. »Ich schaue gern auf dieses Jahr zurück. Unser Motto ist: 'Only teamwork makes the dream work'. Und das haben wir bewiesen. Wir sind ein kleines Team, aber eine fest aufeinander eingeschworene Truppe. Teil dieses Teams sind auch die Ingenieure von BMW Motorrad Motorsport, die uns super unterstützen. Und nun lautet unser Ziel, dies in der kommenden Saison Superstock-1000-EM fortzusetzen.«

Die Ehrung fand bei BMW Motorrad in Berlin statt. Anschließend ging es für den 23-Jährigen gleich weiter. Zunächst war er in Aachen, dann ging es nach Köln zur Weihnachtsfeier der Motorsportfreunde Oberberg. »Die unterstützen mich schon länger, den 2. Vorstand kenne ich schon seit meinen Minibike-Zeiten 2005«, so Reiterberger.

Und es gibt noch eine Verbindung zum Kölner Club. Der bei der Weihnachtsfeier anwesende Rolf Steinhausen war 1975 und 1976 Gespann-Weltmeister geworden – jeweils mit dem Obinger Sepp Huber!

Insgesamt läuft es jetzt für Reiterberger etwas ruhiger. »Das tut gut, schließlich hatte sich seit Ende 2015 keine richtige Winterpause mehr« – weil er ja 2016 in die WM einstieg und da frühzeitig die Vorbereitungen begonnen hatte. So kann sich der junge Obinger auch intensiver um die Nachwirkungen seiner schweren Wirbelverletzungen kümmern: »Die Wirbelsäule selbst ist inzwischen voll in Ordnung, aber bei den Muskeln gibt es immer noch Verspannungen.« Daher steht nun viel Physiotherapie und Rückengymnastik auf dem Programm, ebenso ist eine Stoßwellen-Therapie in Chemnitz geplant. Schließlich soll alles so weit ausgeheilt sein, dass wieder problemlos ein volles Training möglich ist.

Zumal es schon nächste Woche zu einem Test nach Spanien geht. »Dann wird im Winter das Motorrad aufgebaut. Denn wir wollen nächstes Jahr in der Superstock-EM gut mitmischen«, betont der 23-Jährige.

Das Ziel bleibt die Rückkehr in die WM, mit einem möglichst schlagkräftigen Team. »Wir hoffen, dass das dann für 2019 klappt.« Voraussetzung dafür sind Spitzenleistungen in der Saison 2018. Dass das klappen kann, hat der Obinger bereits bewiesen: Beim Saisonfinale der EM trat er als Gaststarter an – und gewann. Auch wenn das keine Garantie für künftige Spitzenplätze ist: Ein gutes Zeichen ist es allemal. who

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