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Zwei Vizepräsidenten unter einem Dach

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Ein starkes Team: Tobias Angerer und Romy Groß-Angerer engagieren sich auf Verbandsebene stark für den Nachwuchs. Während der ehemalige Weltklasse-Langläufer erst kürzlich zum Vizepräsidenten des Deutschen Skiverbands wiedergewählt worden ist, ist seine Ehefrau jetzt erstmals im Vorstandsgremium des Bayerischen Skiverbands dabei – und zwar ebenfalls als Vizepräsidentin. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Der Erfahrungsaustausch im Hause Angerer in Traunstein was den Sport betrifft, wird großgeschrieben. Der ehemalige Langlauf-Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer ist nach zweijähriger Amtszeit erneut zum Vizepräsidenten des Deutschen Skiverbands gewählt worden. Ehefrau Romy bekleidet jetzt das Amt einer Vizepräsidentin beim Bayerischen Skiverband. Erfahrung im Bereich Ehrenamt hat sie bereits als Langlauf-Sportwartin beim Skiverband Chiemgau sammeln können.


»Ich finde es super, dass sie so engagiert im Wintersport ist und wir beide gleich ticken«, lobt der ehemalige Weltklasse-Langläufer das Engagement seiner Frau. Hauptziel der beiden ist es, den Nachwuchsbereich anzuschieben und Kinder und Jugendliche für den Wintersport zu begeistern. »Sie hat ja schon einige Erfahrung in diesem Bereich und klare Ideen und Visionen im Kopf«, betont Tobias Angerer weiter und freut sich deswegen auch über manchen Tipp seiner Gattin.

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Nachfolgerin vonEngelbert Schweiger

Romy Groß-Angerer schließt mit ihrer Wahl zu einer der Vizepräsidenten im BSV die Lücke, die Engelbert Schweiger hinterlassen hat. Der Ruhpoldinger hatte zeitnah bekannt gegeben, dass er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen würde. Der Leiter der Chiemgau-Arena kann auf 23 Jahre Ehrenamt im BSV zurückblicken. »Ich habe viele Stationen durchgemacht. Ich bin auf das alles stolz und es macht mich zufrieden«, sagt Schweiger. Er fügt hinzu, dass Romy Groß-Angerer die perfekte Nachfolgerin für seinen Posten sei.

Die Wahlen im Verband waren auch geprägt vom überraschenden Tod des BSV-Präsidenten Manfred Baldauf im Januar. »Dem neuen BSV-Präsidenten Herbert John war es auch wichtig, dass das neue Team mit zwei Frauen und zwei Männern paritätisch aufgestellt wird«, hebt Romy Groß-Angerer hervor. Die ehemalige Leistungssportlerin wird ihr Hauptaugenmerk vor allem auf die Bereiche Biathlon und Langlauf richten.

Die Entscheidungsfindung im Hause Angerer hat doch einige Zeit gedauert. Letztendlich konnte Tobias Angerer seine Frau überzeugen, sich für das Amt zu bewerben. Nun freut sich die dreifache Mutter auf die Herausforderungen. Sie ist gespannt, was alles auf sie zukommt. »Es ist toll, wenn ich was bewegen kann. Am Herzen liegt mir die Förderung des Nachwuchses, ihn dem Leistungssport zuzuführen.« Die jungen Sportler sollen zunächst verschiedene Sportarten ausprobieren und spielerisch gemeinsame Dinge erreichen, ergänzt sie.

Natürlich will sie in ihrer neuen Funktion auch die Belange des Skiverbands Chiemgau miteinbringen. »Trotzdem sind es zwei verschiedene paar Schuhe. Ich muss natürlich die Belange der Vereine in ganz Bayern vertreten.« Romy Groß-Angerer weiß, dass ihr Engagement im Ehrenamt eine große Herausforderung ist. Beruflich ist sie als Anwältin tätig, dazu kommt die Familie, in der die Kinder auch sportlich aktiv sind. »Der Vorteil ist, ich kann zuhause zusammen mit dem Tobi gemeinsam am Tisch reden. Ich bekomme alles unter einen Hut«, bekräftigt sie.

Immerhin hat ihr Ehemann zwei Jahre mehr als ehrenamtlicher Vizepräsident im DSV auf dem Buckel. »Das war schon auch ein Lernprozess, gemeinsam Dinge voranzubringen. Wenn man die Seiten wechselt, läuft alles ein wenig anders. Man muss Menschen zusammenbringen und Hintergründe verstehen. Manchmal geht alles nicht so einfach, aber wir haben einen sehr guten Austausch im Präsidium und die Aufgabe bereitet mir viel Freude. Wichtig ist, dass es vorwärts geht. Für mich müssen die Strukturen im Nachwuchsbereich passen, hier konnten wir zum Beispiel im Langlauf und Biathlon mit Bernd Raupach und Zibi Szlufcik neue Nachwuchschefs mit großer Erfahrung gewinnen. So können wir auch die Zukunft des Verbands stärken.«, sagt der ehemalige Spitzensportler.

»Wir wissen, wovon wir reden«

Darum ist es für ihn auch wichtig, dass sich ehemalige Sportler auch im Funktionärsbereich engagieren. »Wir leben den Wintersport und wir wissen, wovon wir reden und dürfen unsere Erfahrungen miteinbringen.«

Wie in allen anderen Bereichen auch, beherrscht aktuell das Thema Corona die Saison. »Es sind schwierige Zeiten. Wir wollen alles in einem guten Rahmen über die Bühne bringen. Auf allen Ebenen wollen wir Wettkampfangebote schaffen und uns an alle Hygienemaßnahmen halten und das umsetzen, was die Politik erlaubt«, betont Tobias Angerer. SHu

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