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Zwei Teams, ein Niveau

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SVK-Stürmer Maximilian Probst könnte morgen sein Comeback geben. (Foto: Butzhammer)

Wie reagiert der SV Kirchanschöring auf den Rückzug zum Saisonende von Trainer Michael Kostner? Eine Woche nach dessen Bekanntgabe, den Fußball-Bayernligisten im Sommer 2020 zu verlassen, darf darüber allenfalls spekuliert werden. Wird wieder ein externer Trainer geholt wie es Kostner seinerzeit ja selbst war (er kam vom Bezirksligisten TSV Dorfen)? Steigt ein anderer Coach aus dem SVK-Trainerteam zum Chef auf? Es gibt viele Optionen – und natürlich auch jede Menge Gesprächsstoff. Und die Vereinsführung hat ja auch noch Zeit, um eine Lösung zu präsentieren.


Ein viel diskutiertes Thema wird der Kostner-Abschied morgen (Anstoß: 15 Uhr) im Rahmen des Heimspiels gegen den TSV Kottern in jedem Fall sein. Die Allgäuer reisen übrigens zum zweiten Mal in dieser Saison an, denn am 7. August warfen sie die Gelb-Schwarzen mit einem 6:5 (1:1)-Sieg nach Elfmeterschießen aus dem BFV-Toto-Pokal. Auch in der aktuellen Tabelle hat der TSV (Siebter mit 24 Zählern) die Nase knapp vor dem Kostner-Team (8. Rang) – genauer gesagt einen Punkt. »Das sind zwei Mannschaften auf einem Niveau«, so der »Anschöringer« Coach, der von mehreren engen Duellen in der Vergangenheit spricht, von wenigen »Ausreißern« abgesehen.

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Eine Woche nachdem er das Ende seiner Tätigkeit beim SVK offiziell bekannt gab, könne er nun wieder ruhig schlafen, sagt der Ex-Profi. »Es gibt da auch nichts Negatives, auch wenn es von manchen Seiten schon wieder reininterpretiert wird«, ergänzt der 50-Jährige, »der SVK ist nach wie vor ein absolut geiler Verein«. Kostner gibt aber auch zu, »dass die Abteilungsleiter Thomas Dengel und Thaddäus Jell nicht unbedingt erfreut waren, dass ich es in Hankofen auf der Pressekonferenz gesagt habe. Aber ich wollte es einfach los werden, hatte auch gleich nach dem Spiel die Mannschaft informiert – und das ist auch gut so, eine faire Sache für alle Beteiligten. Dem »Thäddy« (Jell) und dem Tom (Dengel) hatte ich schon letzte Woche telefonisch Bescheid gegeben.«

Der frühere Bundesliga-Profi (u. a. Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln) ließ auch durchsickern, dass er im vergangenen Sommer »zwei superinteressante Anfragen« anderer Clubs hatte, »doch hatte ich dem SVK bis 30. Juni 2020 den Handschlag gegeben, und daran halte ich mich«.

Er habe nach wie vor Spaß mit der Truppe und wolle bis zum Ende Vollgas geben, unterstreicht Kostner. Er sei stolz, dass er zuletzt beim 0:0 in Hankofen-Hailing mit Hannes Kraus, Luca Obirei, Lukas Pöllner und Maxi Reiter vier 19-Jährige in der Startelf hatte und mit Horst Hummelberger einen fünften 19-Jährigen einwechselte. Auch diesmal werden wieder einige Youngster dabei sein, auch wenn Maxi Probst und Waldemar Daniel möglicherweise ihr Comeback geben.

Probst (Kostner: »Er hat hart an sich gearbeitet«) komme zumindest für einen Teileinsatz in Frage, ob auch Daniel gegen Kottern im Kader auftaucht, das sollte sich gestern Abend im Abschlusstraining entscheiden. Definitiv ausfallen werden dagegen Tobias Janietz, Anton Peter und Trainersohn Kevin Kostner. cs