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Zwei Niederlagen für die Überseer Herren

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Einen schwierigen Saisonstart gab es für die Überseer Herren in der Handball-Bezirksliga Gruppe II: Innerhalb weniger Tage mussten die TSV-Herren zweimal auswärts antreten. Dabei verloren sie zunächst beim Bezirksoberliga-Absteiger TSV Grafing mit 16:23, dann gab es in Bruckmühl eine 21:33-Niederlage.


In Grafing konnte das Trainergespann Vuc/Reff nur auf einen sehr begrenzten Kader zurückgreifen. Neben den Verletzten Tobias Stadtelmeyer, Andreas Reichl, Florian Höllmüller und Andreas Lindlacher fehlten auch Florian Weißenbacher, Rückkehrer Sebastian Wach und Oliver Thoma krankheitsbedingt.

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Da in den vergangenen Monaten teilweise nur einmal pro Woche mit der kompletten Mannschaft in Erlstätt trainiert werden konnte, ging es darum, dass das Überseer Team gegen den Bezirksoberliga-Absteiger aus Grafing sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive zueinander findet.

Die Hausherren aus Grafing begannen schnell, konnten ihre Angriffe allerdings zunächst nicht im Überseer Kasten unterbringen. Im Gegenteil, die Überseer gingen sogar mit 2:0 in Führung. Dann kam das Heimteam offensiv besser in Schwung und glich zum 3:3 aus. Durch eine starke Abwehrleistung machten es die Gäste dem Absteiger allerdings sehr schwer. In der ersten Halbzeit bot sich die restlichen 20 Minuten das gleiche Bild: Übersee legte ein Tor vor, Grafing glich aus. Erst kurz vor der Pause konnte Grafing nochmals einen Ball abfangen und zum Halbzeitstand von 10:9 vorlegen.

Starke Abwehrleistung

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gehörten wieder den erfahrenen Grafingern, welche vor allem durch Tempogegenstöße ihren Vorsprung auf 14:10 ausbauten. Mitte des zweiten Durchgangs bäumten sich die Überseer Herren nochmals auf und kamen auf 15:13 heran, was wieder auf die starke Abwehrleistung zurückzuführen war.

In dieser Phase zeichnete sich vor allem Franz Steiner aus. Er verstand es, die Defensive zusammenzuhalten und vorne mit geschickten Abschlüssen den gegnerischen Torhüter zu überwinden. Doch ab der 45. Spielminute ließ die Kondition der Überseer immer mehr nach, was die Heimmannschaft nochmals zu schnellen Gegenstößen nutzte und das Ergebnis zum Endstand von 23:16 ausbaute.

Bruckmühl mit großem Kader

Zwei Tage darauf mussten die Chiemgauer zum Aufstiegsanwärter nach Bruckmühl. Der SV Bruckmühl hat einen Kader von rund 25 Spielern.

Zwar konnten die Gäste diesmal neben Andreas Reichl auch auf Florian Weißenbacher und Oliver Thoma zurückgreifen. Doch fehlte noch immer Tobias Stadtelmeyer und diesmal auch – neben dem Langzeitverletzten Florian Höllmüller – Matthias Günther.

Die Anfangsminuten gehörten jedoch den Überseern. Die Abwehr stand zunächst sehr gut, und der TSV ging mit 2:0 in Führung. Die Hausherren benötigten ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden, kamen dann aber immer mehr ins Rollen. Nach 10 Minuten stand es bereits 5:5. Angetrieben von einem starken Torhüter konnten sich die Rückraumspieler des Gegners jetzt durch die Überseer Abwehr tanken und zum Torabschluss kommen, was sich nun auch im Ergebnis widerspiegelte. 10:6 stand es Mitte der ersten Halbzeit. Mit einer weiterhin guten Abwehrleistung hielten die Überseer das Ergebnis bis zur Pause (16:10 für Bruckmühl) noch in Grenzen.

In den Anfangsminuten der zweiten Spielhälfte zogen die Bruckmühler auf 19:10 davon. Mitte der zweiten Halbzeit ging dem Gästeteam immer mehr die Kraft aus. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass man kaum auswechseln konnte. Spieler wie Claudiu Vuc, Andreas Reichl, Florian Weißenbacher und Franz Steiner spielten teilweise fast 50 Minuten am Limit durch. Dies nutzten die Bruckmühler gnadenlos aus, und so stand es am Ende verdient 33:21 für die Hausherren.

Am kommenden Samstag geht es in der frisch renovierten Überseer Halle Süd gegen den Aufsteiger aus Salzburg heiß her. Aus diesem Grund hofft die Herrenmannschaft auf eine tatkräftige Unterstützung von den Rängen, wie bereits in den vergangenen Jahren. abg