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Zwei ganz starke Auftritte in Slowenien

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Filimon Abraham (hier beim Hochfelln-Berglauf) konnte sich in Slowenien gleich über zwei starke Ergebnisse freuen: Beim Smarna-Gora-Rennen belegte der Ausnahmeläufer aus Eritrea, der mittlerweile für Deutschland startet, die Plätze eins und zwei. Dabei stellte Abraham bei seinem Sieg über die kurze Distanz sogar einen neuen Streckenrekord auf. (Foto: Weitz)

Coronabedingt hat Filimon Abraham in diesem Jahr bisher nicht viele Rennen absolvieren können. Doch bei den wenigen Veranstaltungen, die stattgefunden haben, war der Ausnahmeläufer aus Eritrea dann immer ganz weit vorne zu finden. Beim Smarna-Gora-Rennen in Slowenien nahm der Schreinergeselle aus Traunstein jüngst sogar an zwei Bergläufen an zwei Tagen hintereinander teil und stand dabei zweimal auf dem Podest!


Was ihn dabei besonders freute, war sein 1. Platz am ersten Tag der Veranstaltung, die unter strengen Corona-Auflagen ausgetragen wurde. »Der Berglauf war sehr kurz, dafür aber sehr steil«, erzählt der 27-Jährige. Es seien auf die 1,85 Kilometer 360 Höhenmeter gewesen, betont er. Und die starke Berglauf-Konkurrenz forderte Abraham so richtig heraus. »Das war zu Beginn ein harter Kampf«, berichtet er. »Aber dann konnte ich mich absetzen.« Und wie! Filimon Abraham kam in 10:59 Minuten über die Ziellinie und stellte damit bei besten Wetterbedingungen – es war sonnig, hatte um die 18 Grad Celsius und die Strecke war trocken – einen sensationellen Streckenrekord auf. Denn viele Top-Läufer vor ihm haben bei dieser Traditionsveranstaltung schon versucht, unter elf Minuten zu bleiben. Keiner schaffte das bisher, Abraham jetzt eben schon.

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Er pulverisierte damit den alten Rekord seines Landsmanns Petro Mamu aus dem Jahr 2017. Mamu benötigte damals 11:08 Minuten für die Strecke. »Das freut mich immer noch riesig«, sagt der neue Streckenrekordhalter und strahlt über das ganze Gesicht. Das sei grandios, ergänzt er. Es zeige ihm auch, dass es sich gelohnt habe, auch in der Corona-Zeit das harte Training durchzuziehen. Zweiter wurde der Franzose Sylvian Cachard (11:02 Minuten), der erstmals bei diesem Rennen am Start gewesen ist.

Am zweiten Veranstaltungstag ging es dann über 10 Kilometer den Berg hinauf und auch wieder hinunter. Diesmal tauschten die beiden starken Läufer die Plätze: Abraham (42:24 Minuten) musste am Ende also nur Cachard (41:47 Minuten) den Vortritt lassen. »Ich bin auch mit diesem Ergebnis sehr zufrieden«, betont der schnelle Eriträer, der mittlerweile für Deutschland startet. »Bergauf bin ich wirklich gut gelaufen«, freut er sich. »Allerdings ist bergab nicht so meine Spezialität«, ergänzt er. »Da bin ich es etwas vorsichtiger angegangen.« Abraham fügt noch hinzu: »Ich habe wirklich alles gegeben, aber der Franzose war am Ende einfach etwas stärker.«

Filimon Abraham hofft jetzt, dass er in diesem Jahr noch den einen oder anderen Wettkampf bestreiten kann. »Es ist einfach schön, Rennen zu machen und dabei auch ein paar alte Bekannte zu treffen«, betont er. Klappt das coronabedingt aber nicht, hat er auf jeden Fall einen festen Plan: »Ich werde weiter hart trainieren, denn es macht mir einfach richtig viel Spaß.«

Für 2021 hat sich der Athlet ebenfalls bereits ehrgeizige Pläne zurechtgelegt – und daran hat sich auch nichts geändert. Filimon Abraham will als Profi starten und vor allem über die 10-Kilometer- und die Halbmarathon-Distanz für Furore sorgen. »Und darauf freue ich mich jeden Tag.« SB

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