weather-image

Zusätzlicher Weltcup als »sportliche Herausforderung«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Vorbereitungen für die beiden Biathlon-Weltcup-Veranstaltungen in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena laufen auf Hochtouren. Noch deutet im Schanzenauslauf aber nicht viel darauf hin, dass hier demnächst die Biathlon-Elite um Weltcup-Punkte kämpfen wird. (Foto: Weitz)

In Ruhpolding laufen die Vorbereitungen für die beiden Weltcups auf Hochtouren. Denn neben der ursprünglichen Veranstaltung vom 12. bis 17. Januar ist die Gemeinde ja jetzt auch für Oberhof eingesprungen. Damit finden nun auch vom 8. bis 10. Januar Weltcup-Rennen in der Chiemgau-Arena statt (wir berichteten) – allerdings wird es in der ersten Weltcup-Woche nicht das »volle« Programm geben.


Ruhpolding hat ja mit kurzfristigen Übernahmen von sportlichen Veranstaltungen bereits Erfahrung. Denn auch in der vergangenen Saison sprang die Gemeinde auf die Schnelle als Veranstalter eines IBU-Cup-Rennens ein. »Unsere Leute wissen, wie man das angehen muss«, sagt Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler. »Allerdings«, betont er, »ist es schon auch eine sportliche Herausforderung.« Denn mit jetzt insgesamt acht Wettkampftagen sei man sehr nah an einer WM-Belastung dran, fügt der Präsident des Organisationskomitees hinzu.

Anzeige

Wetterprognosen stimmen die Macher zuversichtlich

»Es sind jetzt eine ganze Reihe von zusätzlichen Entscheidungen schnell zu treffen«, betont Pichler. Dennoch ist ihm vor der zusätzlichen Belastung nicht bange. Auch die Wetterprognosen stimmen die Macher zuversichtlich. »Es schaut ja danach aus, dass es jetzt kalt wird«, so Pichler. Damit kann man den nötigen Schnee produzieren. Zudem habe man vom Deutschen Skiverband und auch von Oberhof Schneemaschinen bekommen, die auch bei Plusgraden das künstliche Weiß machen können.

Pichler hat für die Übernahme bereits von Sportlern und Verantwortlichen viele positive Signale bekommen. »Sie freuen sich, dass es in dieser Saison zwei Weltcups in Ruhpolding gibt.« Auch die Quartier-Situation für die Teams sei mittlerweile geregelt. Und auch die Helfer, bei denen laut Pichler bereits vergangene Woche das erste Mal angeklopft wurde, sind größtenteils einsatzbereit. »Da es ja nur einen Werktag betrifft, sehen sich etliche raus«, betont Pichler.

Die Vorfreude in Ruhpolding steigt also von Tag zu Tag. »Auf uns warten drei hochinteressante, zusätzliche Tage«, betont Ruhpoldings Tourismusdirektor Markus Stuckmann. Er verspricht den Biathlon-Fans, dass sie in Ruhpolding »wieder den besten Service und die gewohnte Qualität« geboten bekommen werden – und das auch bereits in der ersten Weltcup-Woche. Es fahren etwa alle Buslinien und Shuttle-Services, zudem hat auch die Stadiongastronomie geöffnet.

Siegerehrungen finden direkt nach den Rennen statt

Allerdings gibt es bei der außerplanmäßigen Veranstaltung auch Einschränkungen. Die Siegerehrungen finden etwa direkt im Anschluss an die Rennen in der Chiemgau-Arena statt. »Den Champions-Park gibt es in der ersten Biathlon-Woche noch nicht«, so Stuckmann. Auch das VIP-Zelt werde noch nicht in Betrieb sein.

Was die Organisatoren zudem momentan noch gar nicht einschätzen können, sind die Zuschauerzahlen. Stuckmann rechnet insgesamt mit 15 000 bis 17 000 Fans an den drei zusätzlichen Tagen. Aber genau sagen könne man das nicht, betont er. Schließlich wisse man nicht, wie viele Fans, die Karten für Oberhof hatten, anreisen werden. Die Karten von Oberhof behalten nämlich auch für Ruhpolding ihre Gültigkeit.

Es gehen aber auch Eintrittskarten in den freien Verkauf – und der ist seit gestern Abend gestartet. Karten (Tickets sind bereits ab zehn Euro erhältlich) für die erste Biathlon-Woche können ab sofort auch im Internet unter www.biathlon-ruhpolding.de oder an der Tageskasse erworben werden. Stuckmann hofft, »dass natürlich auch schon in der ersten Weltcup-Woche viele Zuschauer zu uns kommen werden«. SB