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Zum großen Wurf hat es nicht ganz gereicht

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An ihm lag es nicht, dass der TuS Traunreut den Gesamtsieg verpasste: Felix Bieber (blauer Anzug) holte in allen drei Kämpfen Siege für sein Team. Auch Manfred Schmid aus Eichstätt musste sich dem Traunreuter beugen. (Foto: Wittenzellner)

Die Judoka des TuS Traunreut haben den angestrebten Aufstieg in die Landesliga verpasst. Vor eigenem Publikum erkämpfte sich die Truppe im Bezirksliga-Finale den dritten Platz hinter der DJK Eichstätt und dem überraschend starken TuS Holzkirchen.


In der Auftaktbegegnung gegen den Zweiten der Nordliga Eichstätt zogen die TuS-Kämpfer mit 7:12 den Kürzeren. Im »kleinen Finale« um Bronze setzte man sich dann schließlich gegen die Wettkampfgemeinschaft Germering-Fürstenfeldbruck deutlich mit 15:5 durch.

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Allerdings konnte der TuS Traunreut nicht in Bestbesetzung antreten. Der Münchner Matthias Sipple fehlte nach einem Fußbruch und der Bad Reichenhaller Sebastian Götzinger war verhindert. »Daneben mussten wir – wie eigentlich schon die ganze Saison – ohne echte Schwergewichtler auskommen«, erklärte Traunreuts Abteilungsleiter Volker Weberpals.

Eichstätt siegte im ersten Durchgang vor allem durch Vorteile in den Gewichtsklassen 90 kg und 66 kg, in der Max Speckbacher gegen den Bundesligakämpfer Florian Dengler den Kürzeren zog. Und auch die Grabisch-Brüder (81 kg) waren für die Gäste eine sichere Bank an denen sich Hias Geisreiter, Michi Ehrenlechner und etwas überraschend auch Xaver Schwarz die Zähne ausbissen.

Der 4:6-Zwischenstand war schwer aufzuholen, da auch in den folgenden Schwergewichtskämpfen nach einer Aufstellungsrotation nicht gepunktet werden konnte. Ein couragiert kämpfender Felix Bieber, Speckbacher und Andreas Bichlmaier brachten den TuS aber dennoch zurück in die Spur. Danach gingen jedoch fünf Kämpfe in Folge verloren, was den doch deutlichen 7:12-Endstand bedeutete. Der Traum vom Finale war damit geplatzt.

Mit einem 15:5-Sieg fegten die Traunreuter im Kampf um den dritten Platz die Gäste der Kampfgemeinschaft Germering-Fürstenfeldbruck von der Matte. Dabei bot der komfortable Vorsprung von 7:3 nach dem ersten Durchgang den Gastgebern sogar die Möglichkeit, im zweiten Durchgang durchzuwechseln und teilweise jüngere Kämpfer einzusetzen.

Schon nach den ersten vier erfolgreichen Mattenduellen mit Siegen für Bichlmaier, Sebastian Krutzke, Schwarz und Hannes Scheiblinger war klar, wer in dem Duell »die Hosen anhatte«. Bieber, Speckbacher und Fraunhofer komplettierten das gute Ergebnis jeweils mit Siegen mit Ippon zum beruhigenden 7:3. Auch im zweiten Durchgang war Traunreut tonangebend. Fraunhofer (kampflos), Ertl, Geisreiter, Bichlmaier und Krutzke machten den Sack zu. Leichtgewicht Werner Schneider siegte mit Ippon und Schleibinger sowie Schwarz waren jeweils mit einem perfekt gezogenen Tomoe-nage (Überkopfwurf) erfolgreich.

Spannend war das Finale zwischen der DJK Eichstätt und dem TuS Holzkirchen. Hätten die Oberländler die letzte Begegnung gewonnen, wäre das Team in der Unterbewertung sogar Meister gewesen. So darf nun Eichstätt vom Aufstieg in die Landesliga weiter träumen.

»Für uns war es eine einzigartige Saison, auch wenn das i-Tüpfelchen fehlt«, zog TuS-Abteilungsleiter Weberpals Bilanz. In der Vorrunde hatte sein Team alle fünf Begegnungen gewonnen und souverän den Titel geholt. Stolz zeigte man sich auch darüber, dass das Finale erstmalig in Traunreut stattfand. »Wir gehen optimistisch in die kommende Saison. Wir haben eine großartige Mannschaft«, betonte der Spartenchef, der sich vor allem auch darüber freute, dass die jungen Judoka immer besser in die Mannschaft hineinwachsen: »Und nächstes Jahr kommen noch ein paar hinzu.« awi