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Zu wenig Wind für die Segler

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Es konnten mangels Wind nur drei Wettfahrten gesegelt werden (Foto: Niessen)

Das schöne, aber ruhige Herbstwetter machte den Verantwortlichen beim Seebrucker Regattaverein (SRV) am Chiemsee einen Strich durch die Rechnung. Trotz aller Vorbereitungen und Schaffen von besten Voraussetzungen konnte Wettfahrtleiter Robert Kolbinger mit seinem Team mangels Wind bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der olympischen Finn-Dinghys an fünf Wettfahrttagen nur drei gültige Wettfahrten in die Wertung bringen. Um als Meisterschaft zu gelten, müssen aber mindestens vier Wettfahrten gesegelt werden.


Dabei war die Deutsche Meisterschaft beim Seebrucker Regattaverein am Chiemsee mit 95 Seglern hervorragend besetzt. Zu den 78 Seglern aus ganz Deutschland kamen noch sechs Schweizer, zwei Österreicher, vier Tschechen und vier Russen. Neben den Wettfahrten hatte der SRV ein reichhaltiges Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Die Segler waren durchwegs zufrieden. »Segeln ist ein Sport im Freien, dazu ist man von Wind und Wetter abhängig«, war die einhellige Meinung der Sportler.

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Dabei fing alles sehr gut an. Nachdem die Teilnehmer mit einer zünftigen Weißwurst-Brotzeit empfangen worden waren, gab es Grußworte von SVR-Vorsitzenden Hans Fenzl, Seebrucks Bürgermeister Bernd Ruth, Joerg von Hoermann, Präsident des Bayerischen Seglerverbands, Uwe Bartel, Vorsitzender der Finnsegler-Vereinigung, und Torsten Haverland vom Deutschen Segler-Verband.

Am späten Nachmittag wurde die erste Wettfahrt gestartet. André Buzdian vom Berliner YC gewann vor dem Tschechen Josef Jochovic und Philipp Kasüske vom Verein Seglerhaus am Wannsee. Bei der zweiten Wettfahrt ging es ziemlich turbulent zu: Es gab acht Frühstarter bei Black Flag und zehn nicht ins Ziel gekommene. Viele Segler büßten ihre Chancen ein, darunter der nach der ersten Wettfahrt führende André Buzdian nach seinem Frühstart. Nach zwei Läufen führte Philipp Kasüske aus Berlin vor dem amtierenden Deutschen Meister Max Kohlhoff vom Kieler YC und Peter Kilchenmann aus der Schweiz.

Bei der letzten Wettfahrt verzeichneten 15 Segler, erneut bei Black Flag, einen Frühstart, 35 traten nicht an. Diesen Lauf gewann Uli Breuer vom YC Rursee vor Max Kohlhoff vom Kieler YC und Ondrej Teply vom YC Brno. Philipp Kasüske aus Berlin segelte einen sechsten Platz und ließ sich von Platz eins nicht mehr verdrängen. Er gewann die Regattaserie, allerdings aufgrund zu wenig Wettfahrten ohne Meistertitel.

Der amtierende Meister Max Kohlhoff wurde Gesamtzweiter vor Ondrej Teply aus Tschechien. Die weitere Reihenfolge Uli Breuer (YC Rursee), Mark Raimondo (Bayer, Norddeutscher RV), Jürgen Eiermann (SV Biblis/Hessen), Klaus Antrecht (SC Mardorf), Peter Kilchenmann (Thuner See YC/Schweiz). 25. und damit bester Bayer wurde Herbert Straub vom YC Seeshaupt. Auf dem 41. Rang landete noch Martin Mitterer, YC Bad Wiessee/WV Fraueninsel. ni